Blexen - Wer gut lesen kann, ist klar im Vorteil. Aber nicht jedem Schüler fällt das Lesen leicht. Um leseschwache Schüler besonders zu fördern, bemüht sich die Blexer Grundschule schon seit vielen Jahren um ehrenamtliche Helfer. In der Vergangenheit waren das hauptsächlich freiwillige Eltern, die einmal in der Woche für eine Unterrichtsstunde beim Lesenüben unterstützt haben. Jetzt setzt die Schule noch mehr auf individuelle Förderung und konnte weitere ehrenamtliche Lesementoren finden, die regelmäßig einmal in der Woche mit einem Kind lesen.
„Diese Einzelbetreuung ist für die Kinder Gold wert, denn Lesen ist eine entscheidende Schlüsselqualifikation und Voraussetzung für schulischen Erfolg, auch in anderen Fächern“, sagt Schulleiterin Ulrike Karst.
Das neue Team der Blexer Lesementoren ist eine bunte Mischung. Rebecca Buhr und Sylke Schulze haben selbst Kinder an der Schule und engagieren sich außerdem im Elternrat und in der Schulbücherei. Klaus Oppitz gehört im Vorstand des Fördervereins an und ist ehemaliger Elternvertreter. Obwohl seine Kinder schon weiterführende Schulen besuchen, fühlt er sich noch mit der Grundschule verbunden und möchte als Lesementor weiterhin unterstützen. So geht es auch Heide Mühlan, deren Töchter in Blexen zur Schule gegangen sind und mittlerweile ihr Abitur gemacht haben.
Ebenfalls mit dabei ist die pensionierte Lehrerin Gesine Lohse, die mehrere Jahrzehnte an der Schule unterrichtet hat. Über Gespräche in der Kirchengemeinde erfuhr die Rentnerin Ina Gützlaff von der Initiative. Auch sie ist mit Begeisterung bei der Sache und wird in ihrem Umfeld noch weiter die Werbetrommel für diese gute Sache rühren.
Eine spezielle pädagogische Ausbildung ist für die Tätigkeit der Lesementoren nicht erforderlich. Lediglich Spaß am Umgang mit Kindern und ein wenig Geduld sind gefragt. Ziel der Schulleitung ist es, zunächst die leseschwachen Schüler aus der 4. Klasse zu unterstützen, damit sie noch besser auf die weiterführenden Schulen vorbereitet werden. Besonders förderbedürftige Kinder aus den Klassen zwei und drei werden ebenfalls von Paten betreut.
„Wir hoffen, dass wir in Zukunft noch mehr Lesepaten finden, die einmal in der Woche bereit sind, etwa 20 Minuten mit einem Kind zu üben“, sagt Schulleiterin Ulrike Karst. Mit sechs aktiven Mentoren ist die Schule schon sehr gut aufgestellt – aber es geht natürlich immer noch mehr. Wer Interesse hat, Lesementor an der Grundschule Blexen zu werden, kann sich unter
