Bardewisch - Vierzig Jahre ist es her, dass Wilma Lutter (damals Bija) und Monika Lutter, Freundinnen und Mütter zweier dreijähriger Kinder, die Idee hatten, in der ehemaligen Bardewischer Schule einen Spielkreis ins Leben zu rufen. An zwei Tagen in der Woche wollten sie dort mit Kindern basteln, spielen, singen und Spaß haben. Gesagt – getan, mit der Kirche als Träger wurde das Vorhaben 1974 erfolgreich in die Tat umgesetzt und die einstigen Klassenzimmer wieder mit jeder Menge Leben gefüllt.

Nach Krankheit und Tod von Marion Lutter übernahm 18 Jahre später Marion Westermeyer deren Stelle. „Ich hatte eigentlich meinen Nachwuchs gerade groß“, so die Frau, die genau wie Wilma Lutter auch heute noch fast alle großen und kleinen Kinder der Umgebung kennt, obwohl beide eigentlich schon lange im Ruhestand sind.

„Wir verstehen uns hier alle wirklich super. Aufgrund des Kindergartenplatzanspruchs für Dreijährige wurde der Spielkreis 1995 mit einer ausgebildeten Erzieherin aufgewertet. So kam ich dazu. Statt zweimal wöchentlich hatten wir dann an vier Tagen geöffnet. Wir bekamen damals eine neue Garderobe mit Tieren drauf. Daraus entstand unser Name ,Arche Noah‘“, erinnert sich Susanne Rowehl an ihre erste Zeit in der Einrichtung. Inzwischen ist sie zusammen mit Beate Uhlhorn für die Betreuung der derzeit 19 Zwei- bis Sechsjährigen zuständig, die heute von montags bis freitags die Gruppe besuchen. Wenn jedoch Unterstützung gebraucht wird, sind Wilma Lutter und Marion Westermeyer noch immer zuverlässig zur Stelle und gehören genau wie Pastor Arne Hildebrand fest zum eingespielten Team.

Die Zusammenarbeit mit der Musikschule Wesermarsch oder das Brückenjahr, in dem die Vorschulkinder an ihren neuen Lebensabschnitt herangeführt werden, gehören mittlerweile genauso zum abwechslungsreichen Alltag, wie die vielen verschiedenen Aktionen, die die Gemeinschaft zwischen Kindern, Eltern und Erzieherinnen fördern und den Kontakt sehr oft auch nach der Spielkreiszeit nicht abreißen lassen.

„Besonders dadurch, dass Susanne stets ein persönliches Wort für jeden hat, der sein Kind morgens bringt, entsteht dieses tolle Miteinander mit den Eltern. Schüchterne Menschen oder Neuzugezogene werden dabei automatisch in die dörfliche Gemeinschaft integriert“, lobt Wilma Lutter. „Aber wirklich ganz außergewöhnlich ist auch das Engagement der Eltern hier, die ohne viele Worte sofort losbasteln, nähen und auf sonstige Weise helfen, wenn wir einen Wunsch äußern“, fügt Susanne Rowehl hinzu. Ohne die Kirche als Träger der Einrichtung zu vergessen, entstanden so in den letzten vier Jahrzehnten unzählige schöne und lustige Erinnerungen, an die Wilma Lutter, Marion Westermeyer, Susanne Rohwehl und Beate Uhlhorn gerne zurück denken.

Am Sonnabend, 5. Juli, wollen Groß und Klein das 40-jährige Bestehen feiern. Passend zum Namen, haben die Kinder die Geschichte der „Arche Noah“ einstudiert, die um 15 Uhr im Rahmen eines kleinen Gottesdienstes in der Heilig-Kreuz-Kirche aufgeführt werden soll. Anschließend geht es mit Kaffee, Kuchen und Überraschungen im Spielkreis weiter. Eingeladen sind alle Interessierten. Das Team freut sich auf ein Wiedersehen mit vielen Ehemaligen.