FRIESISCHE WEHDE - Die CDU-Verbände aus Bockhorn, Zetel und Varel lehnen die Einrichtung einer IGS Süd in Zetel und Bockhorn ab und fordern die Einrichtung von Oberschulen an beiden Standorten. „Hier stellt die Kreis-SPD eine Forderung, die unnötig Geld kostet, die bestehenden Schulen gefährdet und auch für Eltern und Schüler keinerlei Vorteile bietet“, bringt der Vorsitzende der CDU Bockhorn, Thorsten Krettek, die Stimmungslage innerhalb der CDU auf den Punkt.

„Eine geteilte IGS ist nur dann zulässig, wenn sie nach Jahrgängen geteilt wird, das bedeutet zum Beispiel Klasse 5 bis 7 in Bockhorn, Klasse 8 bis 10 in Zetel oder umgekehrt.“ Jörg Mondorf, der Vorsitzende der CDU Zetel, warnt vor den Folgen: „Kein Bockhorner oder Zeteler Kind kann komplett in seiner Heimatkommune beschult werden, es entstehen hohe Schülerbeförderungskosten für den Kreis und Unterrichtsprobleme durch Lehrer und Lehrerinnen, die zwischen den Standorten hin und her fahren müssen.“

Durch die Einrichtung einer Oberschule mit einem gymnasialen Zweig könne das Schulangebot in Zetel erhalten werden und passgenau an die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler vor Ort zugeschnitten werden“, erklärt Mondorf.

Das Argument, vor Ort ein gymnasiales Angebot durch eine IGS zu schaffen, hält der stellvertretende Vorsitzende der CDU Varel, Hergen Eilers, für ein durchsichtiges Manöver der SPD: „ Erstens müssen die Kinder durch die geteilte IGS ohnehin in die Nachbarkommune fahren und zweitens wird das gymnasiale Angebot auch in Varel geschwächt, wenn sich bei sinkenden Schülerzahlen im Kreis die Gymnasialausbildung auf immer mehr Standorte verteilt.

Das Fazit der drei CDU-Vorsitzenden zu dem Thema: „Wir haben aktuell mit der Oberschule ein Angebot der Landesregierung, zu verbesserten Bedingungen einen Maßanzug“ für alle Kommunen zu schaffen und auch kleine Schulstandorte wie Bockhorn zukunftssicher zu erhalten. Statt dieses Angebot zu nutzen, wird seitens SPD mit aller Gewalt an ideologischen Denkmustern festgehalten, um eine IGS im Südkreis einzurichten. Das ist mit der CDU nicht zu machen.“