FRIESLAND - Ein erfolgreiches Jahr hinsichtlich der Gewinnung von Stiftern und damit der Erhöhung des Stiftungskapitals konnte Dr. Jens Rütters, geschäftsführender Vorstand der Ja-Wir-Stiftungen, dem Kuratorium bei seiner Sitzung im Schlossmuseum Jever mitteilen. In Varel wurde eine Stiftung für Bildung gegründet, in Wilhelmshaven die „Ira-Stiftung“ für Tierschutz, und in Arbeit sei eine neue Stiftung für die jeversche Tafel.

„Unser Modell einer regionalen Anlaufstelle für Stifter, das sich deutlich von den so genannten ,Bürgerstiftungen‘ unterscheidet, ist auch in Krisenzeiten erfolgreich“, so Rütters: Die Ja-Wir-Stiftung akquiriere keine Spenden für den großen, anonymen Topf, sondern jeder mögliche Mäzen bekomme seine maßgeschneiderte, individuelle Stiftung – „das macht uns so attraktiv“, sagte Rütters.

Seit der Gründung 1998 mit 30 000 Mark, verwalte man nun weit über 7 Millionen Euro an Stiftungsvermögen.

Jede neue Stiftung bleibe dabei unabhängig. Lediglich die finanziellen, steuerlichen und behördlichen Arbeiten werden vom Treuhänder „Ja-Wir“ erledigt. Über dieses Modell wird Rütters, der nebenbei an einer Honorarprofessur arbeitet, im kommenden Sommersemester an der Jade-Hochschule in Wilhelmshaven seinen ersten Gastvortrag halten.

„Mit uns gibt es in der Region eine starke Fördereinrichtung, die fast ausschließlich auf privates Engagement zurückblicken kann“, ergänzte Kuratoriumsvorsitzender Hans-Joachim Ewald. Die genossenschaftliche Idee der „Hilfe zur Selbsthilfe“ sei heute so aktuell wie vor 100 Jahren, so Ewald.

„Und auch das Schlossmuseum Jever profitiert seit vielen Jahren von den von Ja-Wir betreuten Stiftungen“, sagte Professor Dr. Antje Sander, Leiterin des Schlossmuseums. So hatten neben der Ja-Wir-Stiftung auch die Philipp-Orth-Stiftung, die Elfriede-Weich-Stiftung und die Jacobus-Eden Stiftung viele neue Anschaffungen ermöglicht. Auch die eigens für das Schloss gegründete „Stiftung Schloss Jever“ sei auf einem guten Weg. Was genau dank der Stiftungsmittel erneuert und angeschafft werden konnte, darüber gab Antje Sander in der anschließenden Schlossführung Auskunft.