FRIESLAND/SCHORTENS - In immer mehr Familien müssen beide Elternteile arbeiten, um über die Runden zu kommen: Außerdem gibt es eine zunehmende Zahl arbeitender Alleinerziehender. Dazu kommen Probleme mit Jugendlichen, die die Schule ohne Abschluss verlassen.
Um auf der einen Seite die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erhöhen und auf der anderen Seite Kindern aus so genannten „bildungsfernen Familien“ Lernimpulse zu bieten, setzt der Landkreis Friesland auf das Konzept der Ganztagsschule.
Acht von 15 weiterbildenden Schulen im Kreis haben sich diesem System bereits angeschlossen (siehe Info-Kasten). Ziel des Landkreises ist, möglichst alle weiterbildenden Schulen mit ins Boot zu holen. Außerdem sollte es in jeder Kommune mindestens eine Ganztags-Grundschule geben, betont Erster Kreisrat Peter Wehnemann.
Um bestehende Ganztagsschulen zu unterstützen und weitere Schulen für das Modell zu gewinnen, hat der Landkreis am Montag gemeinsam mit der Serviceagentur „Ganztägig lernen“ zu einer Fachtagung ins Bürgerhaus Schortens eingeladen. „Die Ganztagsschule muss als Chance für Lehrer und Schüler gesehen werden“, unterstrich Wehnemann. Denn schon lange habe sich die Schule vom „Informationsspender zum Wegbegleiter“ entwickelt.
