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Schulentwicklungsplan Sieben-Punkte-Plan von SPD/FDP

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FRIESLAND - Aufgrund des zu erwartenden Rückgangs der Schülerzahlen im Landkreis Friesland müssen nach Ansicht der SPD/FDP-Gruppe im Kreistag jetzt die Weichen für die Zukunft gestellt werden, „damit die in den letzten Jahren erfolgreich erweiterte Bildungslandschaft“ erhalten wird. Deshalb hat die SPD/FDP-Gruppe für die Schulausschusssitzung des Landkreises am Donnerstag, 17. Oktober, um 15 Uhr in der Haupt- und Realschule Obenstrohe einen Sieben-Punkte-Plan beantragt.

Gebundene Ganztagsschule

Danach sollen die Schulstandorte mit den örtlichen Bildungsangeboten, die eine wohnortnahe Beschulung der Kinder ermöglichen, erhalten bleiben. Die Gymnasien – Mariengymnasium, Lothar-Meyer-Gymnasium Berufsbildenden Schulen – dürften im Bestand nicht gefährdet werden. Ziel für den Landkreis Friesland sollte es sein, möglichst alle Schulen zu gebundenen Ganztagsschulen mit geringerer Klassengröße und besserer personeller Ausstattung weiter zu entwickeln.

Förderschulen erhalten

Die Integrierte Gesamtschule (IGS) Friesland in Schortens soll mit der Einrichtung einer Oberstufe zum Erfolg geführt werden. Ein qualitativ gutes gymnasiales Angebot in Zetel soll erhalten bleiben. Anträge auf Errichtung einer Oberschule werden befürwortet, wenn ein pädagogisches Konzept vorgelegt wird, in dem die Integrationsarbeit sich entwickeln kann und wenn keine anderen Schulstandorte dadurch gefährdet werden. Auf ein Angebot an Förderschulen soll zurzeit nicht verzichtet werden.

Nach Ansicht der SPD/FDP-Gruppe konnte sich die Bildungslandschaft im Landkreis Friesland in den vergangenen acht Jahren durch wohnortnahe gymnasiale Angebote verbessern. Die Zahl der Schüler mit höheren Bildungsabschlüssen habe signifikant gesteigert werden können, die Anzahl der Jugendlichen ohne Schulabschluss sei deutlich verringert worden. Zudem seien die 16 Schulen in Trägerschaft des Landkreises baulich und von der Ausstattung her in beachtlich gutem Zustand.

In die Schuldebatte im Landkreis Friesland hat sich nun auch der CDU-Stadtverbandsvorsitzende aus Schortens, Wolfgang Ottens, eingeschaltet. Die CDU und der Kreisvorsitzende Frank Vehoff stünden weiterhin zur IGS in Schortens. Ottens erwartet aber bei einer sechszügigen IGS auch eine gymnasiale Oberstufe; denn erst dadurch werde die IGS komplett. „Alles andere wäre eine Mogelpackung“, so Ottens. Der Landkreis sollte 2013 eine gymnasiale Oberstufe beim Land beantragen. Dafür sei eine Mindestzahl von 75 Schülern erforderlich, die „wir aber meines Erachtens bei 180 Schülern pro Jahrgang auch erreichen können“.

Grüne für IGS-Oberstufe

Die CDU Friesland hingegen steht einer weiteren Oberstufe im Landkreis wegen rückläufiger Schülerzahlen skeptisch gegenüber. Diese Haltung wiederum stößt auf Kritik bei den Grünen in Friesland. „Eine IGS ohne gymnasiale Oberstufe ist ein Unding“, sagt der Vorsitzende der Grünen im Kreis Friesland, Uwe Burgenger. „Die Eltern gehen selbstverständlich davon aus, dass ihre Kinder an dieser Schule auch das Abitur machen können.“ Die Äußerungen von Frank Vehoff verunsicherten die Eltern. Der Landkreis habe bislang nie einen Zweifel daran gelassen, dass die Oberstufe eingerichtet wird.

Ottens: Keine zweite IGS

Für eine weitere IGS in Friesland sieht CDU-Vorsitzender Ottens allerdings ebenso keinen Bedarf mehr wie der CDU-Kreisvorsitzende Vehoff. Mit der geplanten Oberschule werde ein gutes Alternativangebot geschaffen, dessen Vorteil eine wohnortnahe Beschulung und die Sicherung der Schulstandorte sei. Ottens: „Wir in Friesland können mit IGS, Oberschulen und Gymnasien eine breit aufgestellte Schullandschaft bieten, die allen Bedürfnissen und Wünschen der Eltern gerecht wird.“

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