FRIESOYTHE - Vielen Schüler-Jahrgängen aus Friesoythe ist August Ahrens in guter Erinnerung. Der 1997 verstorbene Pädagoge war viele Jahre Leiter der ehemaligen Volksschule und späteren Hauptschule in der Hansestadt.
August Ahrens wurde am 12. März 1914 in Brokstreek (Gemeinde Essen, Landkreis Cloppenburg) geboren. Er besuchte später das Clemens-August–Gymnasium in Cloppenburg, wo er 1935 sein Abitur ablegte. Anschließend begann er in Bonn ein Studium, um Lehrer zu werden.
Bereits 1937 legte er sein Examen ab und begann seine Tätigkeit als Lehrer, die jedoch zunächst nur von kurzer Dauer war, da der Zweite Weltkrieg begann und August Ahrens zum Militärdienst einberufen wurde. Er wurde zunächst an der Westfront eingesetzt, wurde dann beim „Frankreich-Feldzug“ verwundet und in ein Militär-Lazarett eingeliefert.
Ende 1945 verschlug es August Ahrens wieder in heimatliche Gefilde. Er wurde Hauptlehrer an der Volksschule im saterländischen Scharrel. Dort beschränkten sich seine Aktivitäten nicht auf den Beruf. Ahrens engagierte sich in Vereinen, wurde Chorleiter, spielte Laientheater und war in der Kolpingfamilie aktiv. Bereits 1940 hatte August Ahrens geheiratet. Aus der Ehe mit Hildegard Deutsch aus Trier gingen fünf Kinder hervor.
1963 wechselte August Ahrens an die Volksschule nach Friesoythe und wurde dort Schulleiter. Als aus der Volksschule später die Hauptschule mit Förderstufe an der Dr.- Niermann-Straße wurde, übernahm August Ahrens die Rektorenstelle, die er bis zum Eintritt in den Ruhestand ausübte. Neben seinem beruflichen Engagement als Pädagoge begeisterte sich August Ahrens für den Fußballsport. Gerne ging er sonntags zum Sportplatz, um die Spiele des SV Hansa Friesoythe zu erleben. Daneben pflegte er die Gartenarbeit.
August Ahrens ist am 23. November 1997 gestorben. Er wurde auf dem kath. Friedhof in Friesoythe beigesetzt.
