FRIESOYTHE - „Freude führt uns hier und heute zusammen. Dass wir 65 Abiturienten feiern können, ist spitze, aber das Abitur ist kein Endpunkt, sondern ein Einschnitt“, sagte Schulleiter Dr. Georg Pancratz bei der Verabschiedung der Abiturientia 2007 des Wirtschaftsgymnasiums der BBS Friesoythe.
Er erinnerte an das Motto der Abiturientia „Aufbruch! Jede Brücke, die du überquerst, ist eine Chance auf einen neuen Anfang.“ Die 65 Abiturienten würden 65 neue, unterschiedliche Wege gehen, ein Drittel der Abiturienten wolle studieren, ein Drittel eine Lehre anfangen und ein Drittel sei noch unsicher und unentschlossen, jeder müsse seinen eigenen Weg gehen.
Die heutige Zeit sei nicht einfach für junge Leute, die „Populärkultur“ mit SMS bis hin zu Piercing biete viele Angebote und verunsichere die jungen Menschen. Sie führe leicht dazu, eine Eigenwelt gegen Eltern und Schule und aufzubauen, so dass für viele die Allgemeinkultur unwichtig werde. Er forderte die Jugendlichen dazu auf, ihr Leben in die eigenen Hände zu nehmen und sich auf das Wesentliche im Leben zu konzentrieren. Das Wichtigste überhaupt sei eine intakte Familie, in der man sich geborgen und gut aufgehoben fühle, ein Beruf, der einen ausfülle. Man müsse der Gesellschaft das zurückgeben, was man von ihr bekommen habe. An zweiter Stelle stünde erst die Karriere und ganz zum Schluss Freizeit und Vergnügen. Rückschläge und Misserfolge gehörten zum Leben dazu, wichtig sei nur, dass man nicht aufgebe, denn an der anderen Seite der Brücke würden sich immer neue Chancen auftun, gab der Schulleiter den Abiturienten mit auf den Weg.
Begonnen hatte die Abiturfeier mit einem ökumenischen Gottesdienst in der St.-Marien-Kirche, den Pfarrer Michael Borth und Pastor Uwe Löwensen gestalteten. In der Schule wurde die Entlassungsfeier musikalisch von der Solosängerin Sandra Berssen-Engelmann umrahmt. Im Namen des Landkreises Cloppenburg als Schulträger gratulierte Landrat Hans Eveslage zum Erfolg. Dies sei ein Festtag und ein Tag der Freude und Erwartung, aber auch ein Tag der Dankbarkeit für die Abiturienten, denn es sei nicht nur ihr persönlicher Erfolg, zum Abitur hätten Eltern, Familien, Schulen und Lehrer beigetragen.
Auch der Landkreis habe viel Geld investiert, damit die Schule gut ausgestattet wurde. Das habe man gern getan, denn gut ausgebildete junge Leute seien das wichtigste Kapital für eine gute Zukunft unserer Heimat. Elternratsvertreter Hans-Josef Osterkamp betonte, dass die Schulzeit das Ende des Behütetsein sei und der Aufbruch zu Neuem. Nur wer eisern weiter lerne und Problem meistere, werde am Ende Erfolg haben. Die neue Freiheit verpflichte auch Verantwortung zu übernehmen. Sein Dank galt den Lehrern und Eltern, die mehr als ihre Pflicht getan hätten.
Für die Abiturienten ließen Catharina Laing und Frederike Stuke die Schulzeit noch einmal in kurzen Geschichten Revue passieren und dankten den Lehrern, Eltern und Bediensteten der Schule, die sich hervorragend für sie engagiert hätten. Den Lehrern und Schulbediensteten dankten sie mit Blumen. Friesoythes Bürgermeister Johann Wimberg gratulierte den Abiturienten im Namen der Gemeinden des Nordkreises und wünschte den jungen Leuten die Kraft zum Erfolg. Er zeichnete Erika Blankefort (Ellerbrock) mit einem Buchpreisen für Geschichte und Politik aus. Als beste Schülerin wurde Sarah Ferneding (Bösel) vom Vorsitzenden des Förderkreises Franz-Hermann Nienaber mit einem Buch ausgezeichnet. Im Leistungsfach Deutsch wurde Tobias Latta (Thüle), in Fach Englisch wurde Denisa Burzik (Strücklingen) und im Fach Mathematik wurden Claudia Tholen (Petersdorf) und Sandra Kruse (Ramsloh) ausgezeichnet. Nachdem Schulleiter Pancratz und Oberstufenkoordinator Eko Trei die Abiturzeugnisse ausgeteilt hatten,
gratulierte Nienaber vom Förderverein jedem Abiturienten mit einer roten Rose.
