FRIESOYTHE - „Diese Schüler haben quasi ein Mini-Wirtschaftsstudium absolviert“, verkündete Torsten Basler voller Stolz und Freude. Gemeinsam mit seiner Kollegin Ria Jürgens-Tatje hatte der Lehrer bereits seit Februar dieses Jahres mit seiner Klasse 9V der Elisabethschule Friesoythe an dem Programm „Network For Teaching Entrepreneurship“ (NFTE) teilgenommen.

Dabei beschäftigten sich die Schüler über drei Unterrichtsstunden pro Woche mit praxisnahen Überlegungen rund um den Themenkomplex „Existenzgründung/Unternehmertum“. Während freiwillig absolvierter Sitzungen, die jeweils am Wochenende stattfanden, unternahmen sie Wirtschaftssimulationsspiele und Übungen zur Stärkung des Selbstbewusstseins sowie zum Ausbau von Medien-, Sozial- und Methodenkompetenzen.

Am Ende entwickelte jeder Schüler zu einer selbst erdachten Geschäftsidee einen eigenen Businessplan. In elf Präsentationen stellten die Schüler jetzt ihre ausgearbeiteten Ideen mitsamt Marktanalysen, Werbestrategien, Verkaufsprojektionen und weiteren Details einer dreiköpfigen Jury vor. Dabei versuchten sie mit Projekten wie „Style deinen Schuh“ oder „Gartenbau mit grünem Daumen“ in die Marktlücken der modernen Zeit zu treffen. Die kritischen Juroren, Schulleiter Dr. Romke de Vries, Schreibwarenhändler Andreas Schrand und Dipl. Ing. Georg Bahl, Leiter der Businessunit Telekom der Firma Leoni, ermittelten anschließend die beste Geschäftsidee. Ihre Wahl fiel auf den „Handysocken-Flaschenöffner“ von Ekaterina Kutkin, die sich nun über den ersten Preis von 50 Euro freut.

Als eine von lediglich neun Förderschulen bundesweit bewies die Elisabethschule Friesoythe durch ihre Teilnahme an dem NFTE-Programm zukunftsweisendes Engagement. In Zusammenarbeit mit der gemeinnützigen Organisation NFTE-Deutschland hatten sich die Pädagogen Basler und Jürgens-Tatje im Vorfeld eigens für dieses Projekt ausbilden lassen. Es sei ihnen darum gegangen, dass die Schüler „Mut bekommen, ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen“.