FRIESOYTHE - FRIESOYTHE - Die Arbeit am PC wird zunehmend wichtiger und immer komplexer. Auch immer mehr Jugendliche haben ein Interesse daran, im Bereich der Informationstechnologie zu arbeiten.

Seit sechs Jahren bieten die Berufsbildenden Schulen (BBS) in Friesoythe die Möglichkeit, in zwei Jahren eine staatlich anerkannte Berufsausbildung zu absolvieren. Hinter der Schulform BKAI steht die Bezeichnung „Kaufmännischer Assistent/Kaufmännische Assistentin für Wirtschaftsinformatik“. In der Ausbildung werden alle kaufmännischen Tätigkeiten vermittelt, wobei der Informatikanteil den gleichen Stellenwert einnimmt.

Unter anderem wird ein vierwöchiges Praktikum in öffentlichen Verwaltungen oder Wirtschaftsunternehmen angeboten. Weitere Praxiserfahrungen sammeln die Schüler bei realen Projekten wie Modellunternehmen.

„Wir erstellen gerade eine Homepage für eine Grundschule in Friesoythe. Dann treffen wir uns regelmäßig mit den Kindern und Lehrern, um Wünsche, Verbesserungsvorschläge und Alternativen zu besprechen“, sagt Lena Kalmlage, eine Schülerin der BKAI in Friesoythe.

Neben den Unterrichtsinhalten kommt die Freizeitbeschäftigung in der BKAI nicht zu kurz: „Toll ist, dass wir mit der Klasse zum Skifahren ins Allgäu reisen. Das gibt es in anderen Ausbildungen nicht“, ergänzt Sönke Baumann, ein weiterer Schüler.

Voraussetzung für den Besuch der BKAI an den BBS Friesoythe ist der Realschulabschluss. Die Schüler dürfen sich mit bestandener Abschlussprüfung „Staatlich geprüfte Kaufmännische Assistentin bzw. staatlich geprüfter Kaufmännischer Assistent für Wirtschaftsinformatik“ nennen. Gleichzeitig erwerben sie den Erweiterten Sekundarabschluss I.

Wenn die Schülerinnen und Schüler an einem Zusatzunterricht teilnehmen, können sie sogar die Fachhochschulreife erwerben und dürfen an einer Fachhochschule studieren.