FRIESOYTHE - FRIESOYTHE - „Herzlich willkommen in Friesoythe“, hieß der stellvertretende Bürgermeister Egon Kruse acht australische Schülerinnen und Schüler, die seit Anfang Dezember für fast zwei Monate in der Hansestadt sind und am Unterricht des Albertus Magnus Gymnasiums teilnehmen. Ihnen zu Ehren hatte die Stadt Friesoythe zu einem Empfang in die Gaststätte Sieger in Thüle geladen.

Mit dabei waren auch ihre deutschen Freunde, bei denen die Gäste während ihres Aufenthaltes in Friesoythe wohnen. Kruse unterstrich die große Bedeutung, die des Schüleraustauschs, der Brücken zwischen Nationen und Kontinenten schlage, für die Verständigung von Völkern habe. Aber auch für jeden Einzelnen habe der Aufenthalt durch das Kennenlernen von anderen Ländern, Menschen und Kulturen einen sehr hohen persönlichen lehrreichen Wert. Sein Dank galt dem Albertus-Magnus-Gymnasium und insbesondere Studienrätin Brigitte Fabian sowie Schulleiter Reinhard Woltermann, die sich zusammen mit ihrem australischen Kollegen Wilfried Westermann, einem ehemaligen Schüler des AMG, für die gute Sache engagierten. Die Stadt unterstütze dieses wichtige Projekt der Schule gerne. Als Präsent und Erinnerung überreichte Kruse jedem Schüler die „Stadttasse“.

Woltermann dankte der Stadt für die große Unterstützung, die das AMG bei den Initiativen des Schüleraustausches immer wieder durch einen Empfang erfahre. Den australischen Gästen, die am Sonntag 21. Januar, ihre lange Rückreise antreten, wünschte er, dass sie sich gern an Friesoythe und dem AMG erinnerten und mindestens noch einmal zurückkehrten, um die entstandenen Freundschaften zu festigen. „In fremde Länder fahren mit einem All-Inclusive-Service ist heute nichts Besonderes. Aber was den Schüleraustausch so wichtig macht und was wirklich zählt, ist, dass man in eine neue Familie kommt, neue ,Geschwister‘ hat, die Freuden und Sorgen der Familie teilt sowie neue Freunde gewinnt. Dadurch respektiert man einander und versteht sich“, unterstrich Brigitte Fabian.

Seit 1994 gibt es den Schüleraustausch zwischen dem AMG und der Pembrock School Adelaide im Süden Australiens. „Damals habe noch keiner geahnt, dass sich viele Schüler aus Friesoythe und Adelaide auf einen weiten Weg machen würden, um einzigartige Erfahrungen aus einer fernen Welt zu machen und um neue Freundschaften zu schließen. Die Aufenthaltsdauer von zehn Wochen ist eine Voraussetzung, um langfristige Freundschaften zu schließen“, so die Studienrätin.

Die Zahl der Bewerber für diesen Austausch ist immer sehr hoch, durch Westermann ist es gelungen auch Schüler nach Murray Bridge und Jamestown, zwei kleinen Städten im weiten Umkreis von Adelaide zu schicken, so dass möglichst viele Jugendliche in den Genuss eines Australienbesuchs kommen. Mit ihrem jetzigen Aufenthalt erwidern die australischen Jugendlichen den Besuch ihrer deutschen Freunde, die von Juni bis August 2006 10 Wochen in Australien weilten. Neben diesen längeren Besuchen gibt es inzwischen auch „Kurztrips“ nach Australien, so fährt Fabian in den Osterferien mit einer Schülergruppe für 14 Tage nach Australien.