Vordersten-Thüle - „Friesoythe wird für immer in meinem Herzen bleiben. Ich kann nicht sagen, was alles gut in Deutschland ist, es ist viel zu viel. Ich danke für alles und danke allen, die mir den Aufenthalt hier ermöglichten, insbesondere meinen Gasteltern und Lehrern“, so das Statement von Nicolas Figueredo aus Bolivien. Er war Teilnehmer des schon traditionellen Empfangs, den die Stadt Friesoythe seit nunmehr 20 Jahren aus Anlass des Schüleraustausches des Albertus-Magnus-Gymnasiums (AMG) mit der Pembroke School Adelaide im Süden Australiens für die Gäste aus dem fernen Kontinent ausrichtet.
Der Empfang hat seit dem vergangenen Jahr eine noch größere internationale Dimension, denn neben den sechs Australiern konnte Bürgermeister Sven Stratmann auch sieben Schüler von der Deutschen Schule „Mariscal Braun“ aus La Paz – dem Regierungssitz Boliviens – in willkommen heißen. Sein Gruß galt im Landhaus Hotel Pollmeyer auch ihren deutschen Freunden, bei denen die Gäste wohnen, sowie den begleitenden Lehrpersonen des AMG.
Die australischen Schüler sind seit dem 30. November in Deutschland und werden bis zum 25. Januar bei ihren Austauschpartnern bleiben, die vom 24 Juni bis Ende August in Australien weilten. Die bolivianischen Schüler sind bereits seit dem 15. August in Friesoythe und haben ihre Rückreise nach Südamerika für den 15. Dezember geplant.
Stratmann würdigte den Schüleraustausch über Kontinente hinweg als etwas Besonderes. Für Friesoythe bedeute er ein Stück internationales Flair. Durch den Austausch lernten die jungen Leute andere Kulturen und Menschen kennen, es werde Verständnis füreinander geweckt. Von einem Auslandsaufenthalt blieben Erfahrungen und Erinnerungen, die jeder in seine Heimat mitnehme und Freunden davon erzähle.
Stratmanns Dank galt Studiendirektorin Brigitte Fabian vom AMG, die seit 1994 den Austausch gemeinsam mit ihrem australischen Kollegen Wilfried Westermann – einem ehemaligen AMG-Schüler, der nach Australien auswanderte – organisiert.
