FRIESOYTHE - Am Donnerstagabend begeisterte der ehemalige DDR-Bürgerrechtler und Präsidentschaftskandidat Dr. Joachim Gauck in der Oldenburger Lambertikirche mehr als 700 Zuhörer. Auf Einladung des Oldenburger Landesvereins sprach der 72-Jährige, der zehn Jahre lang die Stasi-Unterlagen-Behörde leitete und aktuell Vorsitzender der Vereinigung „Gegen das Vergessen – Für Demokratie“ ist, über „20 Jahre nach der Wiedervereinigung – Ist zusammengewachsen, was zusammengehört?“.
Wegen der großen Kartennachfrage war die Veranstaltung vom Oldenburger Schlosssaal, der 300 Gästen Platz bietet, in die Lambertikirche verlegt worden. Um den Zuhörern den Weg zu den Plätzen in der Kirche zu weisen, hatte der Landesverein einen Ordnerdienst eingerichtet. Und diese Ordner hatte Torben Koopmann, Lehrer am Albertus-Magnus-Gymnasium (AMG) und Vorstandsmitglied des Oldenburger Landesvereins, organisiert. Die Schüler waren allesamt Oberstufen-Schüler des AMG. Der prominente Gast fand nach seinem Vortrag dann noch kurz die Zeit, mit den Schülern zu plaudern. Wie Koopmann mitteilt, seien die Schüler nach dem Gespräch regelrecht ins Schwärmen geraten, hatte Gauck zuvor doch eindrucksvoll geschildert, wie sich das Leben der Jugendlichen in der DDR abspielte. Zudem hätten die Schüler für einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung gesorgt.
