Friesoythe - Eigentlich hatte Ruth Witte die Position der Konrektorin an der Elisabethschule in Friesoythe schon seit dem vergangenen Jahr inne – nur halt kommissarisch. Ab sofort ist die 56-jährige Friesoytherin ganz offiziell stellvertretende Leiterin der Förderschule. Vor wenigen Tagen erhielt sie die Ernennungsurkunde von der Landesschulbehörde.
Ruth Witte ist seit 1991 Förderschullehrerin. Die ersten fünf Jahre war sie in Neerstedt tätig. Danach wechselte sie an die Elisabethschule in Friesoythe. Heute ist sie vornehmlich im Sprachheilbereich eingesetzt. Als Konrektorin kommen jetzt neben dem Unterricht organisatorische Aufgaben hinzu wie etwa die Erstellung der Stundenpläne oder des Vertretungsplanes. Dabei arbeitet sie eng mit Schulleiterin Ilona Stiefs zusammen, „und das harmoniert gut“, so Witte.
Zu den aktuellen Herausforderungen würde eindeutig die Organisation der Inklusion gehören, sagt Witte. Aber auch die Errichtung einer Außenstelle in Neuvrees – hier sind vier Klassen in der ehemaligen Grundschule untergebracht – gehöre dazu. „Mittlerweile funktioniert es dort sehr gut“, sagt die Pädagogin.
Mit Blick in die nahe Zukunft stehen gleich mehrere größere Projekte an. Im kommenden Jahr ist es zehn Jahre her, dass die Schule den Schwerpunkt Geistige Entwicklung anbietet. Auf 20 Jahre kann die Schule 2018 in Sachen Sprachheilklassen zurückschauen. Beides soll im September nächsten Jahres groß gefeiert werden, kündigt Witte an.
Und dann steht im kommenden Jahr auch der Start des großen An- und Umbaus der Elisabethschule an. 10,8 Millionen Euro wird der Landkreis Cloppenburg als Schulträger in die Förderschule investieren.
Derzeit werden 160 bis 170 Kinder und Jugendliche an der Elisabethschule unterrichtet. Dafür stehen 40 Lehrer, zehn pädagogische Fachkräfte und zehn Integrationshelfer bereit.
