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Feier Abschied in den (Un-)Ruhestand

Thomas Neunaber

FRIESOYTHE - Wir schreiben das Jahr 1968: Die Astronauten der amerikanischen Weltraumkapsel Apollo 8 schaffen das bis dahin für unmöglich gehaltene und umrunden in ihrer Kapsel den Mond. Und was war noch? Folkert Folkers tritt im emsländischen Neuringe seine erste Stelle als Lehrer an. Am Montagmorgen wurde der jetzige Leiter der Realschule Friesoythe mit einer großen Feier in der Pausenhalle in den (Un)-Ruhestand verabschiedet.

Chor singt Lieder

Zahlreiche Gäste, darunter Bürgermeister Johann Wimberg, sowie Schulamtsdirektor Konrad Barth, nahmen an der mehrstündigen Veranstaltung teil und genossen die „Folkers-Abschieds-Revue“ in vollen Zügen. Für musikalische Unterhaltung sorgten Band und Chor der Schule mit ihren Musikstücken. auch die Theater AG verabschiedete sich von ihrem Rektor und führte einen Sketch über Mathematik in der Familie auf. Darüber freute sich der Direktor, dessen Schwerpunktfächer Mathematik und Physik sind, natürlich ganz besonders.

Den Dank der Lehrer und Schüler für Folkers Engagement in den vergangenen 13 Jahren an der Schule überbrachte Konrektor Rolf Schliephake. „Du hast durch Deinen Einsatz das kreative und verantwortungsvolle Miteinander aller gefördert. Du bist für Schüler und Kollegen ein Vorbild und hast hier Besonderes vollbracht, was Respekt verdient“, so der Konrektor.

Als Streiter für die Interessen der Schule erlebte Bürgermeister Johann Wimberg Rektor Folkert Folkers. „Was ihn auszeichnet ist sein eigener Stil. Er hat immer Respekt vor dem Mitmenschen gezeigt und diesen Geist auch in die Schule einfließen lassen. Ich lasse ihn nur ungern gehen“, betonte der Friesoyther Bürgermeister. Folkers hinterlasse ein bestelltes Haus, so Wimberg.

Gute Zusammenarbeit

Schulamtsdirektor Konrad Barth dankte dem Realschulrektor für die problemlose Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren. „Von ihren Fähigkeiten und ihrem großen Engagement hat die Schule profitiert“, so Barth. In einem Frage-Antwort-Spiel zwischen Barth und Folkers erfuhr das Publikum dann noch so einiges über den gebürtigen Friesen, der am 25. Februar 1946, neun Monate nach Kriegsende, das Licht der Welt in Sengwarden erblickte. Nach dem Abitur am Mariengymnasium in Jever zog es den Friesen nach Oldenburg zum Studium an die damalige Pädagogische Hochschule.

Erste Stelle im Emsland

Nach dem Studium tritt er seine erste Stelle im emsländischen Neuringe an. „Dort war ich nicht nur Lehrer, sondern auch gleichzeitig Hausmeister und musste die Schule heizen und den Schulrasen mähen“, erinnert sich Folkers unter dem Gelächter der Gäste.

Doch mit dem Rasenmähen auf dem Schulgelände war es bald vorbei, denn der Friese Folkers wechselt nach Twist und bleibt dort Lehrer und später Rektor bis zu seinem Wechsel nach Friesoythe.

„Das war eine schöne Zeit hier. Auch nach meiner aktiven Schulzeit will ich in Friesoythe wohnen bleiben“, verriet der scheidende Pädagoge. In seinem Wohnzimmer kann der Rektor a.D. nun ein weiteres, schönes Bild aufhängen. Es wurde ihm gestern vom Personalrat und dem Lehrerkollegium überreicht und zeigt jeden Lehrer als Raben mit einem für sein Unterrichtsfach typischen Utensil wie etwa Kolben für den Chemielehrer oder ein Rad für den Sportlehrer.

Zum Schluss stimmte dann der Schulchor für den 65-Jährigen das Lied an „Der Himmel soll warten“.

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