FRIESOYTHE - Alles ist bereit: Im ehemaligen, lichtdurchfluteten Lehrerzimmer stehen Tische und Stühle für 86 Personen, in einem bisherigen Klassenraum stehen Edelstahl-Theken und Servierwagen. Die Wärmelampen sind genauso angeschlossen wie die Großküchenspülmaschine. Der Mensabetrieb in der Realschule an der Dr.-Niermann-Straße in Friesoythe kann starten.

Ab kommenden Montag, 12. September, können sich die Schüler zwischen dem regulären Unterricht und den Aktivitäten am Nachmittag, die zum neuen Ganztagsangebot der Schule gehören, sich in der Mensa etwas holen. Auswählen können sie, so erklärt der kommissarische Schulleiter Rolf Schliephake, zuerst zwischen zwei Gerichten, einem mit Fleisch und einem vegetarischen. Später sollen dann drei Gerichte angeboten werden. Sie werden von einer externen Firma geliefert.

440 von den 820 Realschülern haben sich für das Ganztagsangebot ihrer Schule angemeldet. Sie nehmen Förderunterricht in Mathe, Englisch oder Deutsch, sie treiben Sport oder nehmen an der Hausaufgabenbetreuung teil. Zu Beginn rechnet die Schule damit, dass täglich rund 80 bis 120 Essen in der Mensa ausgegeben werden. Die Schule rechnet damit, dass die Zahlen steigen werden. „Wir gehen davon, dass immer mehr Schüler am Ganztagsbetrieb teilnehmen“, erklärt Konrektor Franz Kröger.

2,40 Euro wird ein Essen kosten. Kinder, deren Eltern einen entsprechenden Berechtigungsschein von der Stadt hätten, würden einen Euro Rabatt bekommen.

130 000 Euro hat die Stadt in die Mensa investiert. Bürgermeister Johann Wimberg: „Diese Summe mag sich zwar nach viel anhören, aber wir haben den Deutschen Hotel- und Gaststättenverband in die Planung gucken lassen. Der hat bestätigt, dass mit dem Projekt wirtschaftlich maßvoll umgegangen worden ist.“ Elf Firmen und der Baubetriebshof der Stadt waren an den Arbeiten beteiligt. Zwei Frauen werden in der Mensa arbeiten, beide je zwölf Stunden wöchentlich.

Noch ist die Mensa nicht geöffnet, da die Mensa-Karten noch nicht verteilt sind. Auf der Karte befindet sich ein Strichcode. Damit können sie das Essen abholen, dass sie zuvor im Internet mit Hilfe einer PIN bestellt haben.

Der Menüpreis wird von einem Konto der Fördergemeinschaft abgebucht, auf dass die Schüler, beziehungsweise ihre Eltern, Geld eingezahlt haben.