FRIESOYTHE - Heinrich von Oytha ist eine bedeutende Persönlichkeit aus der Stadt Friesoythe. Wegen seiner Verdienste um die Entwicklung der theologischen Fakultät der Universität Wien wurde er im dortigen Dom beigesetzt. In welchem Jahr Henricus Totting de Oyta, so wird er in der wissenschaftlichen Literatur genannt, geboren wurde, steht nicht genau fest. Auch über seine Familienverhältnisse sind keine näheren Einzelheiten bekannt.
Es wird die Ansicht vertreten, seine Eltern könnten Dienst- und Lehnsleute der Tecklenburger Grafen zu Friesoythe gewesen sein. Über seinen beruflichen Weg und seine wissenschaftlichen Leistungen ist dagegen mehr bekannt. So wird er im Jahre 1355 als Magister artium an der 1348 gegründeten ersten deutschen Universität Prag genannt.
Gleichzeitig studierte er dort auch Theologie. Einige Jahre wirkte er als Rektor des Studium generale in Erfurt. Bereits vor 1367 empfing er die Priesterweihe. Der Kleriker des Bistums Osnabrück geriet während seiner Lehrtätigkeit in Prag in eine theologische Auseinandersetzung, die zu einer Überprüfung durch den päpstlichen Gerichtshof führte. Die Überprüfung endete mit einem Freispruch.
Nach Studien in Paris (1377 bis 1381), wo er das Lizentiat an der bedeutenden theologischen Fakultät erlangte, kehrte er als Professor nach Prag zurück.
Ein Denkmal auf dem Platz an der Friesoyther Marienkirche erinnert an die bedeutende Persönlichkeit aus Friesoythe.
