Friesoythe - Ein Urgestein und eine Quereinsteigerin: Die Lehrkräfte Rita Wesner-Schöning und Josef Rolfs wurden nun von Peter Stelter, Schulleiter des Albertus-Magnus-Gymnasiums (AMG) Friesoythe, in den Ruhestand verabschiedet.

Wesner-Schöning hat zehn Jahre am Gymnasium in den Fächern Kunst und Politik unterrichtet. 2009 hat sie als Quereinsteigerin am AMG angefangen. Zwar sei sie in ersten Linie „aufgrund des Mangels im Fach Politik“ eingestellt worden, doch vor allem im Fach Kunst habe sie sich hervorgetan. Und das sieht man: „Immer wieder schmückten und schmücken herausragende Schülerprodukte“ die Schule.

Als „sehr bereichernd für uns“ und als Lehrerin, bei der sich die Schüler ausprobieren durften beschreibt Nicola Heidtmann, Fachobfrau im Fach Kunst, die Pensionärin. Und auch für das Fach Politik ist die Pensionierung Wesner-Schönings ein tiefer Einschnitt, so Fachobmann Matthias Weisenstein. Marcus Chaveriat verabschiedete sich für den Personalrat von der Pensionärin.

Rita Wesner-Schöning war nach den Reden ihrer Kollegin und der Kollegen ein „bisschen überwältigt“. „Ich gehe ungern in den Ruhestand“, sagte sie. Der Schule und den Kollegen fühle sie sich sehr verbunden und die Innovationen der neuen Schulleitung hätte sie gern noch gesehen. Wohin ihre Reise nun geht, steht noch nicht fest – doch zumindest die Zeit als Lehrerin am AMG ist nun rum.

Das gilt auch für Josef Rolfs. Als „Original“ beschrieb ihn Stelter.

Das AMG kennt Rolfs schon seit Schulzeiten – hier hat er 1972 sein Abitur gemacht. Seit 1991 war hier als Lehrer für Mathematik und Erdkunde tätig. Mit der Pensionierung verliere das AMG nicht nur einen Lehrer, sondern auch „unseren langjährigen Haushalts- und Finanzexperten“.

Dass mit Rolfs ein Urgestein des AMG die Schule verlässt, wurde in den Abschiedsreden der Fachobmänner deutlich. Der Pensionär war „schon als Mathelehrer da“, als der Fachobmann für Mathematik, Johannes Kurmann, Schüler am AMG war. Und auch Matthias Lübbers, Fachobmann für Erdkunde, erinnert sich an den „coolen, neuen Lehrer“, der dort seit Anfang der 90er Jahre unterrichtete. Dass Rolfs der Finanzexperte der Schule war, betonte auch Andreas Wittich vom Personalrat, der ihn als „Miraculix der Finanzen“ beschrieb.

„Der Lehrerberuf war für mich genau richtig“, sagte Rolfs in seiner Abschiedsrede. Seinen Kollegen gab er noch einen Rat mit auf den Weg, den er damals in seinem Referendariat erhalten hatte: „Wenn ihr etwas gut gemacht habt, belohnt euch und kauft eine Schallplatte.“

Zur Abschiedsfeier der beiden Pensionäre waren unter anderem auch ehemalige Kolleginnen, Kollegen sowie der ehemalige Schulleiter Reinhard Woltermann gekommen. In einer vorangegangenen Feierstunde waren bereits die Lehrerin Anne Erben, die Referendare Sascha Meyer und Carolin Klapper sowie Anna Schröder, die ein Freiwilliges Soziales Jahr absolviert hatte, verabschiedet worden.