FRIESOYTHE - „Ich habe mich schon so gefreut, mit meiner Musikklasse zum Probennachmittag von Justus Frantz gehen zu dürfen. Jetzt bin ich sprachlos.“ Mit diesen Worten dankte Annette Niemann, Lehrerin an der Marienschule Friesoythe, dem Auktionator und Kunstexperten Werner Meyer aus Cloppenburg für ein ganz besonderes und vor allen Dingen einmaliges und wertvolles Geschenk.
Inspiriert durch Artikel
Werner Meyer hatte in der NWZ gelesen, dass die Grundschul-Musikklasse von Annette Niemann durch Justus Frantz ausgewählt wurde, am Nachmittag vor der großen Mozartnacht am 7. Februar seine Konzertprobe zu besuchen. „Das finde ich großartig. Damit die Schüler noch lange an dieses tolle Musikerlebnis denken, möchte ich der Marienschule Friesoythe ein Portrait von Justus Frantz schenken“, sagte Meyer am Donnerstagabend in der Redaktion der NWZ in Friesoythe, als er das Bild an Annette Niemann überreichte. Die Übergabe hatte die NWZ -Redaktion vermittelt.
Das Besondere: Es handelt sich bei dem Geschenk nicht um irgendein Portrait von Justus Frantz, sondern um eine original Grafitzeichnung der Oldenburger Künstlerin Heidedore Drews.
Drews, die in Oldenburg, Hamburg und Berlin studierte und von 1975 bis 1979 in Mailand lehrte, zeichnete das Portrait im März 2002, zwei Jahre vor ihrem Tod. „Mit dieser Zeichnung hat die Marienschule eine Erinnerung für ewige Zeiten an einen besonderen Künstler – von einer besonderen Künstlerin“, sagte Meyer, der selber auch leidenschaftlicher Musiker ist.
„Vielleicht erinnert Justus Frantz sich ja an Heidedore Drews“, hofft nun Lehrerin Annette Niemann, die den Pianisten bei seinem heutigen Auftritt in Friesoythe darum bitten will, das Bild zu signieren. „Auf jeden Fall werden wir das Portrait an einer schönen Stelle in unserer Schule aufhängen“.
Freundlicher Musiker
Werner Meyer, der nach dem Erwerb des Nachlasses der Künstlerin Heidedore Drews noch mehr Portraitzeichnungen von Justus Frantz in seinem Besitz hat, wählte diese Zeichnung für die Grundschule aus, weil Frantz darauf „so freundlich lächelt“ und nicht, wie auf einem anderen Werk, „so hektisch dirigiert“.
