FRIESOYTHE - Die Zeiten des reinen Büffelns sind vorbei. Eine neue Methode garantiert entspanntes Lernen. Fantasie ist gefragt.

Von Maik Michalski

FRIESOYTHE - Früher wurde die Buchstabenreihe ASDFG gepaukt, wieder und immer wieder. Heute merkt man sich A steht für Apfel, S für See, D für Dotterblume, F für Frosch und G für Gras: Maschinenschreiben lernt man heute viel entspannter und mit weniger Stress als früher. Das katholische Bildungswerk Friesoythe bietet Kurse auch im neuen Jahr wieder an (siehe Kasten unten). Gelernt wird mit allen Sinnen – und in ganz kurzer Zeit. In nur wenigen Stunden hat jeder das Tastenfeld gelernt, das in vier Farbfelder aufgeteilt ist. „Jedes ist einem Finger zugeordnet“, sagt Heidi Schulte, die seit 2005 Kurse für Maschinenschreiben in der Erwachsenenbildung leitet. Zugleich hören alle Teilnehmer auf CD eine Geschichte, die alle Tastenbilder beinhaltet.

„Mit dieser neuen, entspannenden Methode werden beide Gehirnhälften angesprochen“, klärt die 38-Jährige aus Barßel auf. Bei der herkömmlichen, bisher üblichen Methode wurden Buchstabenkombinationen gebüffelt – nur das logische Denken in der einen Gehirnhälfte war gefordert.

Bei dieser Methode, werden Tasten mit Wörtern und damit auch Bildern verbunden. „Bilder, Farben, Kreativität und Musik – dies alles spricht die andere Gehirnhälfte an“, sagt Heidi Schulte.

Mit allen Sinnen lernen und danach blind auf der Tastatur schreiben: So hat auch Juliane Theisen Maschinenschreiben gelernt. „Es war ein entspanntes Lernen“, sagt die erblindete Friesoytherin. „Ich konnte mir jede Taste anhand der Bilder und Farben gut vorstellen“, sagt sie. Die Fantasie jedes Teilnehmers sei halt gefragt. „Es ist keine Frage des Alters und schon gar nicht der Sehstärke, Maschinenschreiben mit zehn Fingern zu lernen.“ Die Methode sei sehr wichtig, so Theisen.