Friesoythe/Neuvrees - Die Raumsituation in der Elisabethschule in Friesoythe ist mehr als unbefriedigend. Erkannt worden ist dieses Problem beim Landkreis Cloppenburg als Schulträger der Förderschule längst. Und eine Lösung rückt immer näher. Der Kreis wird rund 14 Millionen Euro in die Hand nehmen, um die Schule um einen komplett neuen Anbau zu erweitern.
Zwölf Entwürfe
Ein Architektenwettbewerb sollte Klarheit bringen, wie genau solch ein Anbau aussehen könnte. Dieser Wettbewerb ist jetzt abgeschlossen. Gewonnen hat das Architekturbüro Scheuring und Partner aus Köln. Dieser Entwurf wird dem Landkreis Cloppenburg vom Preisgericht als Grundlage für die weiteren Planungen vorgeschlagen. In dem vom Kreis ausgelobten Wettbewerb hatten zwölf Architekturbüros ihre Entwürfe für die Erweiterung der Friesoyther Förderschule eingereicht, teilte Kreissprecher Frank Beumker auf Anfrage der NWZ mit.
Der Siegerentwurf sieht einen dreigeschossigen Neubau vor, der mit dem Bestandsgebäude durch einen neuen Eingangsbereich verbunden wird. Das Bestandsgebäude wird zudem um einen Sportbereich mit Turnhalle und Gymnastikbereich erweitert. Der Clou des neuen Gebäudes liegt im Innenbereich. Dort gibt es eine große, zwei Geschosse hohe Aula mit Bühne, die als Forum und Mensa genutzt werden kann. Im zweiten Obergeschoss ist direkt über der Aula ein nach oben offener Therapiegarten vorgesehen.
Zwischen den Gebäuden soll ein Pausenhof angelegt werden. Rund um die Schule sind Freiflächen für Bewegung, Freiarbeit und Unterricht geplant. Zwischen Neubau und Turnhalle soll der Lehrerparkplatz gebaut werden.
Container in Neuvrees
Während der geplanten Bauzeit von rund fünf Jahren werden die Schüler aus dem Förderbereich Sprache in Containern bei der Grundschule Neuvrees beschult, teilte Beumker weiter mit. Es entstehen dort sechs allgemeine Unterrichtsräume. Diese sechs Container-Klassenzimmer entstehen zusätzlich zu den vier allgemeinen Unterrichtsräumen des Förderbereichs Sprache, die es bereits in der ehemaligen Grundschule Neuvrees gibt. Die Schule wird seit August 2017 aufgrund der Platzknappheit als Außenstelle der Förderschule genutzt. Der Landkreis Cloppenburg hat bereits einen Pachtvertrag für ein erforderliches Grundstück abgeschlossen und eine Baugenehmigung beantragt.
Die Schüler aus dem Förderbereich Geistige Entwicklung werden weiterhin in Friesoythe beschult.
Wann mit dem Bau begonnen werden kann, steht noch nicht fest. „Frühestens 2019“, sagte der Kreissprecher. Schnellstmöglich soll hingegen die Containerlösung in Neuvrees umgesetzt werden, um der bereits vorhandenen Platznot den Druck zu nehmen, so Beumker. Der mit dem 1. Preis ausgezeichnete Architektenentwurf und alle weiteren Wettbewerbsarbeiten sind bis zum 16. Juli im Foyer des Kreishauses in Cloppenburg ausgestellt und können dort besichtigt werden.
