Friesoythe - Wohin geht die Reise nach dem Abitur? Eine nicht seltene Frage, die sich Schüler stellen, wenn es Richtung Abschluss geht. „Schüler haben Schwierigkeiten, sich zu orientieren“, weiß auch Lars Murra, Abteilungsleiter des Beruflichen Gymnasiums an den Berufsbildenden Schulen Friesoythe, zu berichten. Einen Anschub bietet da vielleicht das neu geschaffene Praktikum für den elften Jahrgang des Beruflichen Gymnasiums Wirtschaft. Als drittes Berufliches Gymnasium in Niedersachsen hat die BBS dieses zweiwöchige Praktikum vom 17. Juni bis 28. Juni eingeführt.

„Der Wunsch seitens der Schüler ist da, dieses Praktikum zu absolvieren“, sagt Lehrer Ralf Stammermann. Eine Umfrage im elften Jahrgang habe ergeben, dass sich über 75 Prozent der Gymnasiasten ein Praktikum wünscht. „Ein Motiv ist auch, dass zu uns wechselnde Schüler von allgemeinen Gymnasien sonst kein Praktikum in 13 Jahren Schulzeit gehabt hätten“, ergänzt Murra.

Schülerin Marie Götting (16) hat als eine der ersten einen Praktikumsplatz gefunden. Sie wird beim Landkreis Cloppenburg erstmals einen Einblick in einen Betrieb bekommen. „Ich finde den Gedanken gut, dass man nicht nur in den wirtschaftlichen Bereich muss“, sagt Luca Rastedt. Der 16-jährige Harkebrügger freut sich über das Angebot, da ihm sein erstes Schülerpraktikum nicht gefiel.

Abschließend werden die Wirtschaftsgymnasiasten eine Präsentation zum Praktikum in der Schule halten. Das überzeugte auch Lena-Sophie Höhl (17), die sich zunächst gegen ein Praktikum ausgesprochen hatte: „Deswegen finde ich das gut. Ich möchte nämlich nicht nur am Schreibtisch sitzen, sondern was mit Menschen machen.“ Die Saterländerin Denise Strunk (17) hingegen wird in der Praktikumszeit in den Lehrberuf an ihrer alten Schule in Ramsloh reinschnuppern.