Friesoythe - „Viele kleine Fische, schwimmen heut’ zu Tische“, singen die Sieben- bis Neunjährigen den Tischspruch. Vor ihnen auf dem Tisch liegen Pizza und Flammkuchen, die sie selbst gebacken haben.
Am Montag feierte die Elisabethschule in Friesoythe das Patronatsfest, um ihrer Namensgeberin, der Heiligen Elisabeth, zu gedenken. „Mit einer Kochaktion wollen wir dieses Jahr an die Opfer der Heiligen Elisabeth zugunsten der Armen erinnern“, sagte die Schulleiterin Ilona Stiefs.
Die 1207 geborene Elisabeth von Thüringen setzte sich zeit ihres Lebens für die Armen und Kranken ein. Mit nur 24 Jahren starb die Landesfürstin und wurde vier Jahre nach ihrem Tod vom Papst heiliggesprochen. Ihr Namenstag ist jedes Jahr am 19. November.
Insgesamt 21 Klassen kochten an diesem Vormittag. „Es geht darum, unsere Namenspatronin und ihre Taten den Schülern, aber auch den Lehrern, ins Gedächtnis zu rufen. Einige neue Kollegen sind nicht katholisch und mit der Geschichte nicht vertraut“, sagte Ilona Stiefs. Außer in Friesoythe hätten auch die vier Klassen der Schule am Außenstandort in Neuvrees eifrig gekocht.
Zwei Klassen kochten immer gemeinsam, so auch die beiden Klassen der Neun- bis Elfjährigen, die zusammen mit ihren Lehrerinnen eine Käsesuppe mit Hackfleisch und Curry zubereiteten. „Beim Kochen können die Kinder vieles selbst machen und werden ständig miteinbezogen“, sagte Sabine Schade, Lehrerin der Klasse für geistige Entwicklung.
Lehrerin Judith Kiau und die pädagogische Fachkraft Manuela Langen schnitten mit ihrer Gruppe Zwiebeln, während eine andere schon am Herd stand. „In den ersten beiden Stunden wurde die Legende der Heiligen Elisabeth vorgelesen “, sagte Kiau.
Und auch die älteren Schüler hatten Spaß beim Kochen. Dominic (18) aus der GE12 half beim Nudelkochen. Zusammen mit der Klasse LE7 wurde Nudelauflauf mit Tomaten und Mozzarella vorbereitet. „Die Elisabeth war schon cool, die hat Brot und Getreide mit den Armen geteilt“, sagte Dominic.
