FRIESOYTHE - Der größte Unterschied, da sind sich alle vier einig, liege definitiv in den Essgewohnheiten: Die beiden Schüler des Albertus-Magnus-Gymnasiums (AMG), Lukas Ferneding (15) und Melina Thomann (15), nehmen zusammen mit Kieran Guthier (15) aus Pontivy in der Bretagne und Amandine Wartel (16) aus dem Département Nord an einem Schüleraustausch teil.
Zumindest eine Person wird Melina Thomann aus Kampe kennen, wenn sie im August ins Département Nord aufbricht ihre Austauschpartnerin Amandine Wartel, die gerade für drei Monate in Friesoythe weilt. Auch Lukas Ferneding hat einen Gast aus Frankreich: Kieran Guthier aus Pontivy bleibt für sechs Wochen. Im Gegensatz zu Thomann hat Ferneding seinen sechswöchigen Auslandsaufenthalt schon hinter sich.
Aber egal, ob sechs Wochen oder drei Monate in einem fremden Land: Das heißt in jedem Fall, Probleme überwinden zu müssen. Die Sprachbarriere scheinen die vier problemlos zu meistern munter übersetzen Thomann und Ferneding ihren Gästen, was diese nicht verstehen.
Und der Kulturunterschied? Für sie sei es befremdlich, so Wartel, dass sich die Deutschen so kühl grüßen würden. Hier reicht ein kurzes Moin, in Frankreich wird sich dagegen herzlich umarmt und geküsst.
Doch der größte Unterschied sind offensichtlich die Mahlzeiten: Hier scheinen alle durchgehend zu essen, so Guthier. In Frankreich gebe es keine Snacks zwischen Frühstück, Mittag- und Abendessen. Außerdem würden die Franzosen abends viel später essen, so Fernedings Erfahrung. Dort gebe es zudem immer Vor-, Haupt- und Nachspeise und unglaublich viel Käse: Zwei Zentimeter Käse auf der Pizza, so der AMG-Schüler, sind doch sehr gewöhnungsbedürftig.
