FRIESOYTHE - Jetzt können die Ferien kommen. Die „Jammerlappen“ machten ihrem Namen keine Ehre.
Von Karin Olliges
FRIESOYTHE - 10.35 Uhr. Der Pausengong läutet. Mehr als 600 Schüler der Berufsbildenden Schulen in Friesoythe strömen euphorisch feiernd aus den Klassen. Die Pennäler treten soeben ihre längste Pause des Jahres an. 35 Tage können sie nun ihre Zeit im Freibad, bei Aktionen des Ferienpasses oder in einem der Urlaubsparadiese im In- und Ausland verbringen. Bevor sie aber soweit kommen, gab es erst noch den berüchtigten „Jammerlappen“. In der 11-2 des Wirtschaftsgymnasiums Friesoythe an der Thüler Straße wird das Zeugnis glücklicherweise nur bei den wenigsten seinem Ruf gerecht.Verena Pohlabeln (17) zum Beispiel hatte wenig Grund zum Jammern. „Ich bin relativ zufrieden. Von der Zwei bis zur Vier war alles gleichmäßig dabei“, sagt die Gehlenbergerin. Lediglich das Fach Politik hätte besser sein können. Aber dazu ist im nächsten Schuljahr ja noch Gelegenheit genug.
Verbessern will sich auch Frank Steenken (20). Der Elftklässler ist mit seinem Notendurchschnitt von 3,0 nicht ganz zufrieden. „Ich hätte mehr tun müssen. In der zwölften Klasse will ich mich mehr anstrengen“, sagt der Scharreler. Das Wirtschaftsfach Betriebswirtschaft-Rechnungswesen-Controlling (BRC) und Mathe waren seine Schwächen. Der Schüler ist sich aber sicher: „Nächstes Schuljahr wird’s besser.“
Eine kleine Überraschung gab es indes für Eike Nitschke (19) aus Barßel. „ Mit der drei in Bio habe ich nicht gerechnet. Der Rest war aber schon abzusehen“, sagt der 19-Jährige. Seine Eltern können sich freuen, denn seine Leistungen im vergangenen Halbjahr waren überwiegend gut.
Wahren Grund zur Freude werden wohl auch die Erziehungsberechtigten von Claudia Tholen (17) haben. Sechs mal schmückt die Note „sehr gut“ ihr Versetzungszeugnis. Dabei hat es der Schülerin mit einem Schnitt von 1,6 besonders das Fach Mathe angetan. Auf ihren Lorbeeren will sich die Klassenbeste aber trotzdem nicht ausruhen. „In Volkswirtschaftslehre möchte ich mich auf eine Zwei verbessern“, sagt die Petersdorferin.
Nicht ganz so hohe Ziele setzt sich Marcel Gomes dos Santos (18). Die Leistungen des Elisabethfehners seien mit vielen Dreien und Vieren zwar nicht befriedigend. Wegen des Übergangs von der Realschule zum Wirtschaftsgymnasium hatte er aber mit schlechteren Leistungen gerechnet. Dafür sei sein Zeugnis wiederum ganz in Ordnung. Dos Santos: „Hauptsache ich bin durch.“
Klassenlehrer Frank Richter ist „sehr zufrieden. Wir hatten in der elften Klasse noch nie so wenig Sitzenbleiber und Abgänger wie dieses Jahr“, so Richter. Dieser gelungene Schuljahresabschluss musste gefeiert werden. Im „Latino“ ließ es sich das Lehrerkollegium gut gehen.
