FRIESOYTHE - FRIESOYTHE - Die Einrichtung einer zweiten Realschule für den Friesoyther Stadtwesten mit dem Einzugsgebiet Gehlenberg, Neuvrees und Markhausen fordert der FDP-Kreisverband Cloppenburg. Zur Begründung verweisen die Liberalen auf hohe Schülerzahlen. Während es in Friesoythe nur eine Realschule gebe, könne die Stadt Cloppenburg sogar auf drei gut funktionierende Realschulen verweisen.
FDP-Kreisvorsitzender Paul Friedhoff: „Es ist absolut nicht nachvollziehbar, dass hunderte von Schülern täglich die weiten Wege aus Markhausen, Gehlenberg oder Neuvrees in Kauf nehmen müssen.“ Nur durch die Einrichtung einer zusätzlichen Realschule im Stadtwesten könne die Verwirklichung des Mottos „Kurze Wege für kurze Beine“ erzielt werden. Bei bis zu 130 Schülern pro Jahrgang, die auf die Realschule in Friesoythe gehen, bestehe keine Gefahr für die Dreizügigkeit dieser Schulen, mindestens eine gesunde Zweizügigkeit sei gewährleistet.
Folkert Folkers, Leiter der Friesoyther Realschule, wies die Forderung der FDP zurück. Die Realschule werde in allen Klassen vierzügig geführt. Das sei die von der Landesregierung gewünschte Größe. So könne in den Wahlpflichtbereichen ein „vernünftiges Angebot“ vorgehalten werden. Zudem sei dann das Lehrerangebot optimal, weil für alle Fächer Fachleute eingesetzt werden könnten. Bei einer Verkleinerung der Schule zugunsten einer zweiten Realschule würde die Qualität des Unterrichts leiden.
Friesoythes Bürgermeister Johann Wimberg erklärte, er wundere sich über die Forderung der FDP, da „auf Dauer die Schülerzahlen massiv zurückgehen“ werden. Es gebe keinen Bedarf für eine zweite Realschule auf dem Gebiet der Stadt Friesoythe, sagte Wimberg. Mit populistischen und unrealistischen Forderungen lasse sich keine sachgerechte und qualitätsvolle Schulpolitik gestalten.
