Friesoythe - Seit vielen Jahren sammelt das Institut für niederdeutsche Sprache (INS) mit Sitz in Bremen plattdeutsche Bücher. Die dortige Bibliothek umfasst bereits mehr als 35 000 Werke, in jedem Jahr kommen über 100 neue Publikationen hinzu. Als nächstes großes Projekt plant das INS ein Tonarchiv aufzubauen. Schallplatten, CDs und Tonspuren von Videos mit plattdeutschen Texten sollen darin zusammengetragen werden.

Da in den vergangenen Jahrzehnten die technische Ausstattung – Telefonanlage und Computer seien veraltet – nicht mit den Anforderungen gewachsen sei, müsse diese erneuert werden, berichteten Reinhard Goltz, Vorstandssprecher des INS, und Schatzmeisterin Dr. Jutta Engbers. Unterstützung für die Aufrüstung ihrer IT-Ausstattung haben sie nun von der Spar- und Darlehnskasse (Spadaka) erhalten. Nikolaus Hüls und Johannes Wilke vom Vorstand der Spadaka Friesoythe überreichten den Vertretern des INS eine Spende in Höhe von 5000 Euro. Das Geld stammt aus der VR-Stiftung der Volks- und Raiffeisenbanken.

Da Plattdeutsch insbesondere in dieser Region noch hochgehalten werde, sei der Antrag des INS sehr interessant gewesen, sagte Wilke. Das INS sei eine „einzigartige Institution“, die wichtige Arbeit leiste, damit die plattdeutsche Sprache erhalten bleibe. Das INS kooperiert unter anderem mit Schulen, Kindergärten, Musikern, Medien- und Theatergruppen.

„Diese Finanzspritze können wir vom INS sehr gut gebrauchen“, sagte Engbers. Seitdem sich die norddeutschen Bundesländer aus der Förderung des INS zurückgezogen hätten, finanziere sich die Arbeit hauptsächlich aus Spenden, Dienstleistungen und Mitgliedsbeiträgen.

Renke Hemken-Wulf
Renke Hemken-Wulf Redaktion Münsterland