FRIESOYTHE/SWIEBODZIN - Dariusz Bekisz, Bürgermeister der polnischen Stadt Swiebodzin, lässt es sich nicht nehmen, der Partnerstadt Friesoythe zum Jubiläum einen Besuch abzustatten. Auf Einladung von Friesoythes Bürgermeister Johann Wimberg wird Bekisz am Sonnabend, 13. September, mit einer Delegation zum Festakt der Stadt Friesoythe erwartet.

Die Berufsbildenden Schulen (BBS) in Friesoythe und die Schulen in Swiebodzin pflegen bereits seit 1998 partnerschaftliche Beziehungen. BBS-Lehrer Otto Stammermann hatte einst bei einem privaten Besuch in Polen den Grundstock für die Partnerschaft gelegt. Schülerbegegnungen zwischen beiden Städten finden jährlich im Wechsel im Juni und September regelmäßig statt. So besuchten Vertreter der BBS und Bürgermeister Wimberg Mitte September 1999 Swiebodzin.

In den folgenden Jahren entwickelten sich immer stärkere Bindungen zwischen beiden Städten. Nachdem der Rat von Swiebodzin 2003 den Abschluss eines Städtepartnerschaftsvertrags beschlossen hatte, wurde 2004 vom Friesoyther Rat der einstimmige Beschluss gefasst, eine Städtepartnerschaft mit der polnischen Stadt zu gründen. Am 16. September 2005 in Friesoythe sowie am 26. Mai 2006 in Swiebodzin wurden schließlich die Städtepartnerschaftsverträge von den beiden Bürgermeistern Johann Wimberg und Dariusz Bekisz unterzeichnet. Die Stadt in Polen hat rund 33000 Einwohner und liegt etwa 60 Kilometer hinter der deutsch-polnischen Grenze bei Frankfurt/Oder.

Otto Stammermann ist bislang mehr als zufrieden mit den Freundschaftstreffen der Schülerinnen und Schüler beider Städte. „Beide Organisationsteams geben sich sehr viel Mühe, attraktive Programme auf die Beine zu stellen“, lobt Stammermann. So war im vergangenen Jahr in Polen eine Kanufahrt auf einer sehr alten Wasserstraße, deren Basis die alte Oder-Warthe-Befestigung ist, einer der Höhepunkte. In diesem September waren eigentlich polnische Schüler in Friesoythe erwartet worden. Doch die Erkrankung eines polnischen Betreuungslehrers machte einen Strich durch diesen Plan.