FRIESOYTHE/SWIEBODZIN - Zum neunten Mal seit 1998 haben Schüler der Berufsbildenden Schulen Friesoythe die Zepol Szkol Zawodowy (ZSZ) in Swiebodzin besucht. Zwölf Schüler aus unterschiedlichen Schulformen nahmen am Austausch teil. Begleitet wurden sie von den Lehrkräften Irmgard Manno-Kortz und Otto Stammermann. Untergebracht und versorgt wurden die Schüler in polnischen Familien.
Ein bisschen nervös und verunsichert waren die Südoldenburger schon, als sie auf dem Bahnhof von Swiebodzin eintrafen. Für einige Teilnehmer war es ein Wiedersehen, denn die polnische Gruppe war im November vergangenen Jahres Gast der BBS Friesoythe. Für einen Teil der Schüler aber war es die erste Begegnung mit dem Gastgeber.
Für eine Woche lernten die Schüler neben einer anderen Kultur auch gastfreundliche und aufgeschlossene Menschen kennen. Ob sportliche, ökonomische oder kulturelle Veranstaltungen wie z. B. eine Kajaktour, die Besichtigung eines Möbelwerkes (Mebli Lubuski) oder eine Führung durch das historische Zentrum von Swiebodzin – es gab überall Interessantes zu entdecken. Bei 35 Grad im Schatten machte die Gruppe eine Fahrradtour zu einem See, wo sie das schöne Wetter genoss. Schon bei der Kajaktour war den Schülern das glasklare Wasser aufgefallen.
Die polnischen Schüler organisierten nach Ende des offiziellen Programmes Veranstaltungen wie einen gemütlichen Grillabend am See oder den Besuch der Bunkeranlagen aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges.
Die Friesoyther lernten auch die opulente polnische Küche kennen. Fortwährende Angebote zum Essen brachten die Schüler trotz besten Willens an die Grenze ihrer Aufnahmefähigkeit.
Um einen Einblick in das polnische Schulwesen zu bekommen, führte sie der Direktor der ZSZ durch das Schulgebäude. Die Teilnahme an der Abiturfeier war für die Gäste eine neue Erfahrung. Um nicht nur das ländliche Leben Polens kennen zu lernen, fuhren sie in die Städte Zielon Gora und Poznan, wo sie atemberaubend schöne Innenstädte mit großartigen Märkten vorfanden.
Am letzen Abend besuchten die deutschen und polnischen Schüler eine Disco, wo sie gemeinsam die Woche ausklingen ließen. Der Abschied morgens am Bahnhof viel allen schwer, da in dieser Woche neue Freundschaften entstanden sind. Den Kontakt will man nicht abreißen lassen.
