FRIESOYTHE - Während Pascal und seine Mitschüler in der Werkstatt der Berufsbildenden Schulen Friesoythe (BBS) am Standort Scheefenkamp neue Nistkästen zimmern, räumen Anja, Kristin, Saskia und Sonja den Vorgarten der Schule auf. Ein typisches Bild für den Umwelttag der BBS Scheefenkamp, der am Donnerstag bereits zum zwölften Mal stattfand.

Seit 1999 zeigen Schüler und Lehrer einmal im Jahr, dass ihr grüner Daumen eine bunte Gartenwelt entstehen lassen kann: „Hier wird gepflanzt, geharkt, gezimmert und gefegt. Die verschiedensten Umweltprojekte werden bearbeitet“, sagt Lehrer und Umweltbeauftragter Norbert Berssen. Bereits sieben mal wurde die BBS Friesoythe als Umweltschule in Europa ausgezeichnet.

Nach einem gemeinsamen ernährungsbewussten Frühstück, dass den Schülern eine zusätzliche Motivation bieten soll, starten die 165 Vollzeitschüler der BBS mit ihren Arbeiten. Während die Schülerinnen im Innenhof die sogenannte „Kräuterspirale“ neu bepflanzen, sind Hämmer- und Bohrgeräusche aus dem Keller hörbar. „Hier entstehen neue Mehrfamilienhäuser für den durchaus geselligen Spatz“, schmunzelt Berssen.

In Teamarbeit werden Beete umgegraben, Vogelhäuser aufgestellt und neue Blumen gepflanzt, die später ebenfalls Bestandteil des Unterrichts sind. Für die nötige Abwechslung sorgt Hausmeister Heinz Moormann. Er hält als „gute Seele“ des Hauses die hart schuftenden Schüler mit lockeren Sprüchen bei Laune.

Berssen geht es vor allem um die Schüler: „Wir wollen mit diesem Tag das Umweltbewusstsein eines jeden Schülers stärken. Die wenigsten lernen dies von zu Hause aus.“

Heiner Elsen
Heiner Elsen Redaktion Münsterland