FRIESOYTHE - Nach sechsjähriger Pause wird es wieder ein Jugendzentrum in der Stadt Friesoythe geben. Im Herbst dieses Jahres wird die Jugendstätte im alten Wasserturm an der Bahnhofstraße eröffnet. „Das ist ein Meilenstein in der Jugendarbeit“, sagte Bürgermeister Johann Wimberg. Nie zuvor habe die Stadt so viele finanzielle Mittel in die Jugendarbeit investiert.

Nicht nur in Material wird Geld gesteckt, sondern auch in Personal. Melanie Drees aus Altenoythe wird ab Mai neue Mitarbeiterin der Stadt Friesoythe. Am Mittwoch wurde sie offiziell von Bürgermeister Wimberg, Fachbereichsleiter Walter Beckmann und Stadtjugendpfleger Matthias Wekenborg vorgestellt. Die Arbeit der 32-jährigen Sozialpädagogin wird sich auf das neue Jugendzentrum konzentrieren. 25 Stunden in der Woche wird sich die Sozialpädagogin um die offenen Jugendarbeit kümmern. Bis zur Eröffnung der neuen Einrichtung wird sie gemeinsam mit Wekenborg und interessierten Jugendlichen ein Konzept für das Jugendzentrum entwickeln. Dafür sei sie die geeignete Mitarbeiterin, so Wimberg, denn die Altenoytherin habe sich bereits viele Jahre als ehrenamtliche Jugendgruppenleiterin in der Friesoy­ther Jugendpflege engagiert und kenne sich daher sehr gut in der Stadt und den umliegenden Ortsteilen aus. „Mir ist wichtig, dass die Jugendlichen verlässliche Ansprechpartner haben“, sagte Drees. Ziel ihrer Arbeit sei es, die jungen Leute stets miteinzubeziehen.

110 000 Euro wird die Stadt Friesoythe in die Renovierung des Wasserturms stecken. Zudem werde überlegt, ob die Stadt die Immobilie kaufen solle anstatt anzumieten. Jährlich stehen für Personal und Ausstattung 50 000 Euro für das Jugendzentrum zur Verfügung. Der neue Standort solle zum zentralen Anlaufpunkt werden, so Wimberg: „Der Wasserturm möge sich zum ,Leuchtturm’ in Sachen Jugendarbeit entwickeln.“

Carsten Bickschlag
Carsten Bickschlag Redaktion Münsterland (Leitung Cloppenburg/Friesoythe)