FRIESOYTHE - Dort, wo früher alte Lokomotiven die Nacht verbrachten, trifft sich bald die Friesoyther Jugend – der alte Wasserturm am Friesoyther Europaplatz wird seit dem 1. August renoviert umgebaut. „Der Wasserturm wird die neue Zentrale der Jugend in Friesoythe. Wir suchen noch eine Mitarbeiterin“, sagt Stadtrat Dirk Vorlauf.

Schon Anfang 2011 soll der neue Treff im denkmalgeschützten Turm von 1906 eröffnet werden und dann finden Besucher hier die komplette Jugendverwaltung.

Und so soll’s im neuen Jugendzentrum aussehen: Für den Treffpunkt junger Friesoyther wird ein etwa 130 Quadratmeter großer Raum eingerichtet. Die Grundeinrichtung mit Sitzgelegenheiten, Küche und einem Kiosk wird von der Stadt bereitgestellt. „Danach sollen die Jugendlichen eigene Vorschläge machen und wir freuen uns auf Ideen, welche anderen Einrichtungsgegenstände sich eignen“, sagt Stadtjugendpfleger Matthias Wekenborg.

Die Stadt Friesoythe will jedes Jahr 50 000 Euro für Personal und Sachkosten zur Verfügung stellen, verspricht erster Stadtrat Vorlauf.

Die Geschichte des Friesoyther Jugendzentrums hat 1987 begonnen. Damals traf man sich hinter dem Wasserturm in einer alten Verladehalle des Bahnhofs. Im Jahr 2003 wurden die letzten Reste des alten Friesoyther Bahnhofs aus abgerissen und der Europaplatz gebaut. Das war das Aus fürs Jugendzentrum.

Seit dem Jahr 2004 diskutierten die Friesoyther Politiker die Frage nach einem neuen Jugendtreff. Ergebnis ist, was jetzt gebaut wird. Das Jugendzentrum Wasserturm. Es kostet 110 000 Euro.

„Der Wasserturm ist der ideale Ort. Mitten im Ort und ohne direkte Nachbarschaft“, sagt Dirk Vorlauf. Das historische Gebäude in der Innenstadt ist der Rest des alten Bahnhofsgeländes. Der Wasserturm wurde unter anderem als Schuppen für alte Dampflokomotiven genutzt. Im Vorderraum, wo künftig das Büro von Jugendpfleger Wekenborg sein wird, übernachteten einst Lokführer und Heizer.

„Die 13- bis 14-Jährigen sind unserer Hauptzielgruppe. 16-Jährige Jugendliche können dann schon als Mitarbeiter den Betrieb im Zentrum planen und mitgestalten“, sagt Wekenborg.

Heiner Elsen
Heiner Elsen Redaktion Münsterland