Kreyenbrück - „Bitte greifen Sie zu!“, hieß es zum Schluss an der IGS Kreyenbrück. Gemeint war das umfangreiche Buffet, das die Mitarbeiter der neuen Mensa für die zahlreichen Gäste der Feier am Freitag vorbereitet hatten. Ein offizieller Festakt: Oberbürgermeister Jürgen Krogmann eröffnete die Mensa der Gesamtschule mit der Übergabe des symbolischen Schlüssels an Schulleiter Jens Kazmirek.
In dem zweistöckigen Neubau haben neben der Schulkantine auch Sozial- und Freizeiträume, ein EDV-Raum, Lehrerarbeitsplätze und Räumlichkeiten für die Schulverwaltung Platz gefunden. Im Zuge der Bauarbeiten wurde zudem das Bestandsgebäude modernisiert: Elektroinstallation, Beleuchtung und Lüftung wurden saniert, die Bibliothek, Fachräume für die Naturwissenschaften und das Selbstlernzentrum erneuert und umfangreiche Brandschutzmaßnahmen durchgeführt. Investiert wurden mehr als 8,5 Millionen Euro.
„Der Bau hat Kraft gekostet, aber es hat sich gelohnt.“, bilanziert der Schulleiter. Kraft gekostet hat laut Kazmirek vor allem Ärger mit den Bauunternehmen: fehlende Türen und neu eingebaute, veraltete Technik – das zerrte an den Nerven. Dennoch: „Heute ist ein guter Tag“, wiederholt er immer wieder.
Und das stand auch im Vordergrund: Gemeinsam feierten Oberbürgermeister, Sozialdezernentin Dagmar Sachse, Schulleitung, Kollegium, Eltern und Schüler. Musikalische Unterstützung kam von der Schulband und den Musikklassen, die ein „Hoch“ auf ihre neue Mensa sangen.
Er fühle sich der Unterstützung der IGS verpflichtet, sagte Oberbürgermeister Jürgen Krogmann, und das nicht nur, weil er dem Schulleiter der Gesamtschule jedes Jahr an der Nordsee begegne. Er freue sich, dass mit der Mensa ein Ort entstanden sei, an dem die Schüler gemeinsam essen und Gruppenstrukturen aufgebrochen werden könnten, so Krogmann.
Darüber sind auch Rezan Orke, Schülersprecher, und seine Stellvertreterin Arin Hassan Khalaf, sichtlich glücklich. Während die Fünft- und Sechstklässler vorher einen Kilometer zu ihrer Mensa laufen mussten und vom Rest der Schüler getrennt aßen, bietet die neue Mensa ausreichend Platz für die 900 Schüler der Gesamtschule. „Zu spät kommen wir trotzdem noch“, scherzen sie. Die Mensa sei schön, obwohl der Schulleiter ja schon einen speziellen Geschmack habe, meinen Reza und Arin mit Blick auf die maigrünen Trennwände der Schulkantine. Das mit der Farbe sei der Architekt gewesen, entgegnet Kazmirek später.
Beim anschließenden Essen freut Schüler Nicos (12) sich darüber, dass er nun gemeinsam mit seiner Schwester essen kann, die die neunte Klasse besucht. Außerdem könne man sich jetzt dank des Buffets aussuchen, was und wie viel auf den Teller komme. So müsse auch nicht mehr so viel weggeschmissen werden. Seinem Freund Nico (12) gefällt sogar die maigrüne Farbe: „Die alte Mensa war langweilig, so ganz in Weiß“.
