Cloppenburg - Mit einem großen Abschlusskonzert ist am Donnerstagnachmittag ein dreitägiger integrativer Musikworkshop für 42 angehende Erzieherinnen und Erzieher an den Berufsbildenden Schulen (BBS) am Museumsdorf Cloppenburg zu Ende gegangen. „Da die Schülerinnen und Schüler nach ihrer Ausbildung zum großen Teil in integrativen und inklusiven Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit tätig sein werden, ist es uns wichtig, ihnen Handlungskonzepte im kreativ-musischen Bereich nahezubringen“, sagte Lehrerin Marita Eckelmann, die den Workshop organisiert hat.

In ihrem Bemühen, den angehenden Erziehern aus zwei Klassen „handwerkliches Rüstzeug“ für ihre spätere berufliche Tätigkeit mitzugeben, durfte Eckelmann auf die Dienste der Kölner Musikpädagogin und Sängerin Bea Nyga (55) zurückgreifen. „Sie ist eine echte rheinische Frohnatur, die die Teilnehmer immer wieder mitgerissen hat“, freute sich die BBS-Koordinatorin für Sozialpädagogik und Pflege, Maria Witte.

Damit die angehenden Erzieherinnen das Erlernte sofort möglichst praxisnah anwenden konnten, waren an den drei Tagen auch Mädchen und Jungen aus der Cloppenburger Förderschule St. Vincenzhaus und aus den – an den BBS angesiedelten – Sprachlernklassen für Flüchtlinge dabei gewesen.

„Andersartigkeit kennenlernen“ habe daher der Schwerpunkt für die Auszubildenden an diesen Tagen sein sollen, so Eckelmann. „Ebenso waren dies für die Kinder und Jugendlichen unvergessliche Tage, da es Bea Nyga mit ihrer warmherzigen und charmanten Art immer wieder geschafft hat, Hemmschwellen abzubauen sowie spontane und improvisatorische Situationen zu schaffen.“

Auch BBS-Schulleiter Günter Lübke, der mit seiner Stellvertreterin Gaby Droste-Kühling zu dem Abschlusskonzert gekommen war, lobte den dreitägigen Workshop als „ein tolles Projekt, das Inklusion und Integration vereint“.

Beim Abschlusskonzert ging es unter Bea Nygas Regie am Klavier im Übrigen noch einmal richtig hoch her. Es wurde sehr viel getanzt, gelacht, geklatscht und gesungen. Vor allem die Teilnehmer mit Handicaps hatten offenbar jede Menge Selbstbewusstsein getankt. Völlig ungezwungen kamen sie nach vorne und führten ihre Tänze vor.

Carsten Mensing
Carsten Mensing Redaktion Münsterland