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Klassentreffen Frühere Cliquen finden flugs zusammen

Oldenburg - Bei allen Generationen sind Klassentreffen beliebt. Am vergangenen Wochenende gab es gleich vier. Organisatoren hatten wieder dafür gesorgt, das die Ehemaligen schöne Stunden zusammen verbringen konnten.

Wallschule

Als im Januar fünf Frauen des Einschulungsjahrgangs 1953 der Wallschule beim Kaffee zusammensaßen, wurde die Idee zu einem Klassentreffen geboren. Eine der Frauen, Heidrun Hauptmann-Urban, nahm die Sache in die Hand. Und am vergangenen Sonnabend versammelten sich 26 Ehemalige der früheren Mädchenschule zunächst genau dort, wo sie einst gemeinsam die Schulbank gedrückt hatten.

Damit es nach 60 Jahren, in denen sich die meisten nicht gesehen hatten, keine Probleme mit der Kontaktaufnahme gab, hatte die Organisatorin kleine Schultafeln besorgt, auf die jede der Frauen ihren Namen schrieb. Gemeinsam unternahm die Gruppe einen Rundgang durch die Schule und besuchte auch ihren alten Klassenraum. „Es ging einem dabei durch und durch“, beschreibt Heidrun Hauptmann-Urban die Gefühlslage. Über das gerade Erlebte und die früheren Zeiten plauderten die Frauen dann anschließend an der Kaffeetafel im Hotel Heinemann.

Und auch dort gab es noch eine Überraschung: Die Organisatorin hatte für jede eine kleine Schultüte mit Süßigkeiten vorbereitet. Bis weit nach dem Abendbrot wurde geklönt und gelacht, zum Beispiel darüber, dass damals unverheiratete Lehrerinnen darauf bestanden, mit Fräulein angesprochen zu werden. Die Oldenburgerinnen aus der Gruppe wollen sich künftig immer mal wieder zum Frühstück treffen, zu denen die Auswärtigen stets willkommen sind.

Liebfrauenschule I

Vor drei Jahren haben sie sich zuletzt gesehen, nun war es wieder Zeit für ein neues Treffen. Für die ehemaligen Schülerinnen der Liebfrauenschule, Abgangsjahrgang Ostern 1957, war das Gesellschaftshaus Wöbken am Sonnabend Ausgangspunkt für eine Stadtrundfahrt. Karin Weck (geb. Westphal) hatte alles in die Wege geleitet. Diese „Klassenfahrt“ begeisterte die Frauen, die anschließend bei Wöbken ihre Eindrücke diskutierten.

Neben einer „Stammbesetzung“, die in und um Oldenburg verblieben ist, und die sich etwa alle sechs Wochen zwanglos zum Klönschnack im Café Klinge trifft, leben allen anderen querbeet in der Bundesrepublik – bis auf zwei, die es ins Ausland verschlagen hat: Walburga Schumann (geb. Schütte), die auf Teneriffa lebt und dieses Mal leider nicht kommen konnte, und Gertrud Keller (geb. Zurek), die sich in der Bretagne wohlfühlt. Vielleicht sind sie beim nächsten Treffen dabei. Das soll in zwei Jahren sein.

Liebfrauenschule II

Das war ein besonderer Jahrgang, der 1983 sein Abitur an der Liebfrauenschule ablegte: Er war (in der einst reinen Mädchenschule) der erste mit männlicher Beteiligung. „Wir waren höchstens 18 bis 20 Jungen“, erinnert sich Rainer Battel, der jetzt, 30 Jahre danach, zusammen mit Ulla Kloos und Katrin Orth ein Abi-treffen organisierte. 51 Ehemalige schwelgten am Sonnabend beim Rundgang durch das Gymnasium in Erinnerungen und staunten, wie sich ihre alte Schule durch An- und Umbauten verändert hat.

Anschließend ging es ins „Ferdinand“ am Waffenplatz, wo man sich ein bayerisches Büfett schmecken ließ. Damit das Wieder-Kennenlernen einfacher ist, hatten die Organisatoren jeden Teilnehmer aufgefordert, für eine Vorstellungsrunde einen Gegenstand mitzubringen, der in seinem Leben eine besondere Rolle spielt, und darüber etwas zu erzählen. Außerdem wurden auf einer Deutschlandkarte Fähnchen mit den Namen der Ehemaligen an deren jeweiligen Wohnort angebracht.

„Es leben zwar jetzt einige in München, Tübingen, Berlin oder in Schleswig-Holstein, das Gros konzentriert sich aber um Oldenburg“, sagt Battel. Erstaunlich sei es auch gewesen, dass sich beim Treffen wieder die alten Cliquen gebildet hätten. Am Ende wurde beschlossen, sich in fünf Jahren wiederzusehen.

Realschule am Flötenteich

Sie haben den Kontakt nie verloren: Alle fünf Jahre treffen sich die Ehemaligen der Realschule am Flötenteich, Abgangsjahrgang 1983. Diesmal hatten die bewährten Organisatorinnen Silke Jacobs und Sylvia Stahmer sie für Sonnabend in den Etzhorner Krug eingeladen. Mit dabei auch Klassenlehrer Gero Brückner und Englischlehrer Dieter Görtz. Bis zum frühen Morgen wurde über früher und heute geklönt. „Wir haben Tränen gelacht“, erzählt Silke Jacobs begeistert.

Susanne Gloger
Susanne Gloger Redaktion Oldenburg
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