GALGENMOOR - Gespannt beugen sich die vier- bis sechsjährigen kleinen Forscher des St.- Vincenz-Kindergartens im Galgenmoor über ihre Experimente. Mit der Pipette träufeln sie sorgfältig Farbe in ein Glas, testen die Stärke des Luftdrucks, reinigen Schmutzwasser oder bauen einen einfachen Stromkreis zusammen.
Unter dem Beifall der anwesenden Eltern und eines Vertreters der Kirchengemeinde steigt bunter Schaum aus den Gläsern, als die Kinder Natron in das Essig-Seifen-Gemisch füllen. Fingerfertigkeit müssen die kleinen Forscher unter Beweis stellen, als sie aus einer Batterie, Kabeln, einer Lampe und einem selbst gebastelten Schalter einen Stromkreis zusammenbauen. Dabei erklären sie stolz, wie der Strom von einem Batterie-Pol zum anderen fließt und dabei die Glühbirne zum Leuchten bringt.
„Vielleicht wären meine Noten in Physik besser gewesen, wenn ich schon im Kindergartenalter spielerisch mit diesem Thema in Berührung gekommen wäre“, sagt Erzieherin Ute Wienken schmunzelnd. Dies ist das Ziel der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“, die sich seit Oktober 2006 für die naturwissenschaftliche, mathematische und technische Bildung von Mädchen und Jungen im Kindergarten- und Grundschulalter engagiert. Diese stellte dem St.-Vincenz-Kindergarten einen Forscherkoffer zur Verfügung, in dem zahlreiche naturwissenschaftliche Experimente – kindgerecht aufgearbeitet – erläutert werden.
Die bundesweit tätige Stiftung mit Sitz in Berlin zeichnete nun den Cloppenburger Kindergarten mit der Plakette „Haus der kleinen Forscher“ aus, mit der sie das herausragende Engagement der Erzieherinnen und der Kindergartenleiterin Elisabeth Langner würdigt. Überreicht wurde die Auszeichnung im Namen der Stiftung von Ursula Meyer-Burke von der Volkshochschule Cloppenburg. Die Erzieherinnen Rita Kläne, Rita Lau, Anika Robbenmenke und Ute Wienken nehmen dort regelmäßig an Weiterbildungsmaßnahmen teil und setzen das Erlernte direkt in den Kindergartengruppen um.
„Die Kinder sind mit großer Begeisterung dabei, und das Thema Forschen und Entdecken ist ein selbstverständlicher Teil unseres Kindergartenalltags geworden“, erklärt Elisabeth Langner, die sich sehr über die Auszeichnung freute und sie als Ansporn betrachtet, dieses Projekt weiterhin zu fördern.
