GALGENMOOR - Blankes Entsetzen steht den Kindern ins Gesicht geschrieben. „Karl Chaos“ manipuliert alle Fußgängerampeln in der Puppenstadt. Spielerisch hat die Pädagogische Puppenbühne der Polizei (PäPP) aus Wilhelmshaven am Mittwoch den Erstklässlern der Grundschule Galgenmoor die Regeln für Fußgängerampeln beigebracht. Das für die Klassen eins und zwei konzipierte Theaterstück zur Verkehrsprävention sahen in der zweiten Aufführung auch die Schulen aus Bühren, Sevelten-Elsten und Bethen. Die Sonderaktion zur Einschulung läuft im Rahmen des Verkehrsunterrichts ab.

Nach einem kurzen Eingangslied über die Verhaltensweise an Fußgängerampeln ließen die Polizeibeamten Jürgen Paul und Uwe Wispeler die Puppen tanzen. „Karl Chaos“, der sich vergebens beim Ampeldienst in der Puppenstadt beworben hat, stellt aus Frust sämtliche Ampeln der Stadt um. Voller Aufregung weisen die Kinder den Beamten darauf hin. Aber bevor der reagieren kann, übernimmt schon „Ringel“ – das Schwein – die Reparaturen.

In Zusammenarbeit mit den Kindern erarbeitet der Beamte schließlich eine List, womit es gelingt, „Karl Chaos“ zu fangen und vor weiterem Unfug zu schützen. Als Dank für die guten Dienste werden „Ringel“ und die Kinder am Ende zu Polizei-Ampelexperten erhoben.

Jeden Tag sind die vier Mitglieder der Puppenbühne – Uwe Wispeler, Bianka Stutz, Jürgen Paul und Annelie Büter – im gesamten Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Oldenburg unterwegs, erklärte Paul. Neben dem Stück zur Verkehrsprävention führt das Team für die Klassen drei bis sechs auch ein Bühnenspiel zur Gewaltprävention auf. Die Gruppe, die vor 18 Jahren ins Leben gerufen wurde, gibt seit Anfang 2005 auch Schauspiele für Senioren, in denen auf „Haustürgeschäfte“ und den „Enkeltrick“ hingewiesen wird.