GANDERKESEE - Wenn der Ausschuss für Schulen, Jugend und Sport an diesem Mittwoch (18 Uhr, Rathaus) seine Arbeit erledigt hat, beginnt die von Klaus Kapell erst richtig. „Die gesamten Personalplanungen liegen derzeit brach“, meinte der Regierungsschuldirektor angesichts der Vertagung der organisatorischen Zusammenlegung von Hauptschule und Realschule Ganderkesee im Mai. „Wenn der Ausschuss am Mittwochabend aber sein Okay gibt, werde ich sofort voll in die Personalplanung einsteigen.“

Denn die Zeit dränge, meinte Kapell. „Ich kann nicht die Hand ins Feuer legen, dass alles zum 1. August klappt.“ Ganz besonders im Blick habe er dabei die künftig dreiköpfige Schulleitung. Zu konkreten Personalplanungen wollte sich Kapell indes noch nicht äußern. Nur so viel: An der Realschule werde der Konrektor pensioniert, zudem werde selbstverständlich zuerst den beiden Schulleitern (Joachim Hüneberg, Realschule, und Burkhard Lindner, Hauptschule) ein Angebot gemacht.

„Mit Hochdruck“ werde dann auch an der Stunden- und Klassenverteilung sowie an der Zusammenarbeit des Kollegiums gearbeitet. Sollte die Politik dem Zusammenschluss zustimmen, rechnet Kapell schon zum kommenden Schuljahr damit, dass sich die ein oder anderen Eltern mehr für die neue Schule entscheiden. „Viel mehr Eltern müssen begreifen, dass es nicht zum Vorteil ihres Kindes ist, es an einer Schule anzumelden, das Kind es dann aber nicht schafft.“

Allerdings betonte der Regierungsschuldirektor, dass mit einer Anlaufphase von ein bis zwei Jahren gerechnet werden müsse. In dieser Zeit werde er die Schule, in der in vielen Fächern auch weiterhin Hauptschüler und Realschüler getrennt unterrichtet würden, besonders bei der Versorgung mit Fachlehrern unterstützen. So habe er bereits „eine Lehrkraft für Musik auf der Liste“, weil es an der Realschule in diesem Fach besonders mangele. Und auch in den Naturwissenschaften hat Kapell Nachholbedarf ausgemacht.

Ursprünglich sollte der Ausschuss bereits am 14. Mai sein Plazet geben. Das Thema war gegen den ausdrücklichen Wunsch der Landesschulbehörde und der Gemeindeverwaltung auf Forderung der FDP aber noch einmal vertagt worden. Da aber auch die Liberalen mittlerweile ihre Zustimmung signalisiert und die übrigen Fraktionen bereits vor Monatsfrist ihr Ja deutlich gemacht haben, steht einer organisatorischen Zusammenlegung nichts mehr im Wege.