GANDERKESEE - Die aktuelle Debatte um die Schulsozialarbeit nahm am Dienstag eine Abordnung der CDU-Kreistagsfraktion zum Anlass, das Gymnasium Ganderkesee zu besuchen. Schulleiterin Dr. Renate Richter machte deutlich, dass in ihrer Schule mit mehr als 1100 Schülern zunehmend ein Bedarf an Sozialarbeit vorhanden ist. „Bei den Schülern gibt es in zunehmenden Maße soziale Problemlagen verschiedener Art, die seitens der Lehrerschaft nicht mehr angemessen aufgefangen und begleitet werden können“, sagte sie. Hier sei eine neutrale Fachkraft nötig, die für Schüler und Lehrer als Ansprechpartner zur Verfügung steht.
Nachdem beim kreiseigenen Gymnasium in Oldenburg von mehreren Fraktionen Unterstützung signalisiert wurde, eine bestehende befristete Sozialarbeiterstelle seitens des Landkreises dauerhaft zu sichern, will die Kreis-CDU nun auch für die Gymnasien in Ganderkesee und Wildeshausen eine Etablierung der Schul-Sozialarbeit voranbringen. Eine Neuigkeit gab es von Landrat Frank Eger, der den Besuch begleitete: „Als Kreisverwaltung werden wir über die Sommerferien ein Konzept für die Schulsozialarbeit an Gymnasien erarbeiten.“ Nach Ansicht der CDU sollte die Gestaltung und Umsetzung des Konzepts in Abstimmung mit der Schule erfolgen und dann im Schulausschuss vorgestellt werden.
Thema waren auch die noch anstehenden Sanierungen und baulichen Maßnahmen am Gymnasium. Von 2012 bis 2014 seien dafür mehr als 2,3 Millionen Euro im Kreishaushalt eingeplant, so Horst Siemers, Vorsitzender des Schulausschusses. In den Folgejahren können nach Meinung der CDU-Fraktion weitere Mittel zur Verfügung gestellt werden, so Vorsitzender Wöbse abschließend.
