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Bildung Viertklässler sagen Beamten die Meinung

Nikola Nording

GANDERKESEE - Da kam Bürgermeisterin Alice Gerken-Klaas ordentlich ins Schwitzen, denn sie stand am Donnerstagvormittag rund 60 Schülern der Grundschule Lange Straße Rede und Antwort. Warum sind Sie Bürgermeisterin geworden? Sind Sie das immer noch gerne? Müssen Sie besondere Kleidung tragen? – waren nur einige Fragen der Viertklässler an die „erste Frau“ der Gemeinde.

Zuvor hatten die Schüler zusammen mit den Rathausmitarbeiterinnen Julia Arle, Kerstin Röhl und Meike Saalfeld die Räumlichkeiten der Gemeindeverwaltung besichtigt. Sogar die Sportstunde ließen sie für den Rundgang ausfallen.

Halt wurde dabei unter anderem im Fundbüro gemacht: Birgit Martens und Monika Broeck erzählten den Kindern alles Wichtige zur Fundsachenverwaltung. Daneben informierten sie die Kinder auch über Reisepässe, Personalausweise und die Kfz-Stelle des Rathauses. Einfaches Zuhören reichte den neugierigen Schülern aber nicht. Sie löcherten die Mitarbeiterinnen mit Fragen. Nicht ohne Grund, denn im Rahmen des Sachkundeunterrichts befassen sich die Schülerinnen und Schüler zurzeit mit ihrer Heimatgemeinde. Der Rundgang solle die politische Bildung der Kindern fördern, und ihnen auch die Abläufe im Rathaus näher bringen, erklärte Lehrerin Margret von Reeken.

Aber nicht nur das Schulwissen wollten die Kinder voran bringen, sie vertraten auch ihre eigenen Interessen. Fachdienstleiter Michael Kleinert von der Gemeindeentwicklung bekam das zu spüren. Er musste den jungen Bürgern Fragen nach Ampeln an vielbefahrenen Straßen oder nach verlotterten Bolzplätzen beantworten. Ganz fachmännisch behielten die Kinder das Wichtigste im Auge: „Wo kommt denn das ganze Geld für die neuen Straßen und Ampeln her?“. Eine schwierige Frage, die Kleinert seinen Besuchern trotzdem ausführlich und verständlich beantwortete.

Was sich hinter den Kulissen des Rathaus-Betriebes abspielt, lernten die Kinder bei André Schütte. Der Poststellenmitarbeiter kümmert sich um die Büroausstattung und die Postverteilung. Dabei wurde den Kindern klar, wie viele Menschen überhaupt im Rathaus arbeiten.

Nach eineinhalb Stunden verließen die Schüler das Rathaus – und es herrschte wieder Ruhe auf den Fluren.

NWZ

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