GANDERKESEE - Schnell, allerdings nicht ganz so schnell wie es CDU, FDP und Verwaltung lieb gewesen wäre, könnte in Ganderkesee die Entscheidung über die Einführung einer Oberschule fallen. Während die CDU im Schulausschuss die Verwaltung bevollmächtigen wollte, „die notwendigen Schritte einzuleiten, um in Bookholzberg und gegebenenfalls auch in Ganderkesee eine Oberschule einzurichten“, wollte die SPD diesen überraschenden Antrag nicht mittragen. Den Sozialdemokraten, aber auch den Grünen und den Freien Wählern/UWG, fehlten Informationen über die von der schwarz-gelben Landesregierung geplante neue Schulform. Kleinster gemeinsamer Nenner: Der Verwaltungsausschuss soll am 8. Dezember, über den Antrag abstimmen.
Erster Gemeinderat Rainer Lange hatte angeregt, zu überdenken, ob der gestellte Antrag auf Zusammenfassung der Haupt- und der Realschule Bookholzberg noch der richtige Beschluss sei. Die Oberschule biete ein besseres Ganztagsangebot und mehr pädagogisches Fachpersonal. „Ich könnte mir vorstellen, dass die Oberschule – unabhängig von der Diskussion um eine Integrierte Gesamtschule (IGS) – der nächste richtige Schritt sein könnte“, so Lange. Neben der Schulleitung in Bookholzberg habe auch die der HRS Ganderkesee „Interesse, sich in Richtung Oberschule weiterzuentwickeln“.
Ganderkesee solle zu den ersten Gemeinden gehören, um die bestmögliche Ausstattung zu erhalten, hatte Elke Röhl (CDU) die Eile begründet. „Es ist ein Weg, der Eltern, Schülern und dem Schulträger gerecht wird.“
Für Erika Schröter (SPD) wäre das „der zweite Schritt vor dem ersten“. Erst müssten Erlasse und Richtlinien für die neue Schulform vorliegen. Fred Molde (SPD) nannte die Oberschule eine „Mogelpackung“. Die SPD stehe zu einer IGS in Bookholzberg.
Lange betonte, ein Antrag für das Eine sei kein Antrag gegen das Andere: „Aus einer Oberschule kann sich leichter eine IGS entwickeln.“
