GANDERKESEE/BOOKHOLZBERG - Die ersten Weichen für eine Zusammenlegung der Hauptschule und der Realschule Bookholzberg sind gestellt. Der Schulausschuss hat die „Fusion“ am Mittwochabend befürwortet. Jetzt soll die Verwaltung klären, welche Umbauten nötig sind – und was sie kosten.
Nur wenige Hauptschüler
Damit würden die Bookholzberger Schulen denselben Weg gehen, den die Haupt- und die Realschule Ganderkesee bereits am 1. August 2008 beschritten hatten. Beweggrund war beziehungsweise ist an beiden Standorten die zunehmende Ausdünnung der Hauptschule.
In Bookholzberg waren in den vergangenen beiden Jahren nur noch 14 bzw. 15 Schüler für den 5. Jahrgang angemeldet worden – es gab also jeweils nur eine Klasse. „Eine einzügige Hauptschule verfügt jedoch auf Dauer nicht über ein ausreichendes Angebot an Fachlehrern und ist nur unter großen Schwierigkeiten in der Lage, mit geringen personellen Ressourcen Krankheitsausfälle auszugleichen“, so ein Hinweis der zuständigen Verwaltungsmitarbeiterin Sieglinde Jahn.
Von Seiten beider Schulleitungen und auch der Personalvertretungen wurde bereits Zustimmung signalisiert. „Eine Zusammenlegung könnte den Schulstandort Bookholzberg nachhaltig stärken“, so Sieglinde Jahn. Die Fusion würde dadurch erleichtert, dass sowohl der Leiter der Hauptschule, Friedrich Stürzekarn, als auch der stellvertretende Leiter Klaus Weber zum 1. Februar 2011 in den Ruhestand gehen werden.
Die Gemeindeverwaltung geht davon aus, dass durch die Zusammenlegung bauliche Veränderungen im Bereich der Verwaltungsräume notwendig werden.
Mehr Flexibilität
Landesweit würden bereits an 200 Standorten Hauptschulen und Realschulen als zusammengefasste Haupt- und Realschulen geführt. Sieglinde Jahn: Die Zusammenlegung „hat sich aus Sicht der Landesregierung bewährt und ist für die Schulträger ein flexibles Handlungsinstrument, um ein gegliedertes Schulsystem auch bei zurückgehenden Schülerzahlen anbieten zu können.“
