GANDERKESEE - Ganderkesees Grundschule an der Dürerstraße war am Freitag im Fußballfieber. Da wurde begeistert gekickt, lautstark angefeuert – oder auch aus mehr als 220 Kehlen das runde Leder besungen. Der Anlass: Es galt, das neue, rund 60 000 Euro teure Mini-Spielfeld auf dem Hof der Schule einzuweihen.

Bei dem Spielfeld handele es sich quasi um eine späte Auswirkung des „Sommermärchens 2006“, erläuterte Ferdinand Dunker, Bezirksvorsitzender Weser-Ems des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), den Kindern, Lehrern und vielen Ehrengästen. Denn: Die damalige WM in Deutschland sei für den DFB auch in finanzieller Hinsicht ein Erfolg gewesen. Deshalb habe der Fußballbund im April 2007 entschieden, mit Investitionen Dankeschön zu sagen. Das teuerste Vorhaben: Mit einem zweistelligen Millionenbetrag wurde deutschlandweit der Bau von 1000 Mini-Spielfeldern gefördert.

In Ganderkesee hätten gleich mehrere Mitbürger parallel den Gedanken gehabt, eine solche Anlage für die Grundschule Dürerstraße zu beantragen, berichtete Rektor Frank von der Aa. 14 Monate sei das her. Danach brauchte die Schule einige Geduld – bis Anfang 2008 die Zusage kam und vor einigen Wochen eine Spezialfirma das Feld aufbaute.

Bürgermeisterin Alice Gerken-Klaas hob bei all dem Bemühen den Einsatz der Eltern und des Fördervereins der Schule hervor. Die Gemeinde selbst hatte den Unterbau sowie die befestigte Umrandung hergestellt und hiermit etwa 10 000 Euro zu den Gesamtkosten beigetragen.

Das 13 mal 20 Meter große Mini-Spielfeld ist mit gummigefülltem Kunstrasen und einer elastischen Tragschicht ausgestattet. Das gesamte System ist ausgelegt auf einen geringen Wartungs- und Pflegeaufwand sowie auf hohe Sicherheit vor Vandalismus.

Jubel brach unter den rund 220 Kindern der Schule aus, als Ferdinand Dunker auf seine Geschenke zu sprechen kam: Er hatte zehn Bälle und 100 hellblaue Kinder-T-Shirts im Gepäck.

Nach dem obligatorischen Durchschneiden eines Bandes wurde – natürlich – auf der neuen Anlage gespielt. Ernst Lucht, langjähriger Rektor der Schule, übernahm den Part des Schiris.

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