Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

EINSCHULUNG Nachbarn verhelfen zu Feier im Trockenen

KARSTEN KOLLOGE

GANDERKESEE - Rektorin Rita Wieneke wunderte sich: Obwohl doch die Kinderzahlen spürbar zurückgehen würden – bei den Einschulungsfeiern „ihrer“ Grundschule Lange Straße in der dortigen Turnhalle sei es „immer brechend voll“. Und das traf am Sonnabend auch auf die Willkommensfeiern der anderen fünf Grundschulen in der Gemeinde zu. 311 Kinder wurden begrüßt – in Feiern mit viel Gesang, Sketchen, Gedichten und Blitzlichtgewittern.

„Bitte einsteigen“ hieß es früh am Morgen für die Mädchen und Jungen der Grundschule Heide. Nach dem Gottesdienst in der Schönemoorer Katharinenkirche warteten draußen bereits Franz Buddelmann, Werner Addicks und Werner Stöver mit ihren Alten Oldenburgern und Haflingern, um die Abc-Schützen per Kremser zur Schule in Heide zu fahren. Dort ging es (durch ein Spalier von Eltern) allerdings zunächst in die Turnhalle – wo Drittklässler mit einem kleinen Theaterbeitrag über „Die Bücherei“ warteten.

„Improvisation“ war unterdessen in der Grundschule Habbrügge gefragt. Weil es regnete, konnte nicht wie geplant im Apfelgarten hinter dem Schulgebäude gefeiert werden. Auf Anregung von Angela Hillen nutzte die Schule den kurzen Draht zur benachbarten Feuerwehr – und zog in deren Fahrzeughalle um. So wurden das Begrüßungslied und die teils plattdeutschen Gedichte zwischen Schläuchen und Feuerwehrhelmen vorgetragen. Alle 44 Kinder der Schule seien am Programm beteiligt, sagte Schulleiterin Andrea Selke, die sich sehr über die unerwartete Kooperation mit der Feuerwehr freute: „Eine tolle Dorfgemeinschaft.“

Auch viele Mütter und Väter waren an diesem Tage ins Programm eingebunden. In Bookholzberg beispielsweise wurden die „Neuen“ unter anderem durch einen Elternchor begrüßt – und in der Grundschule Schierbrok sorgten Eltern für ein Büfett. Schul-Fördervereine schenkten heißen Kaffee oder Tee ein – und fanden angesichts der eher niedrigen Temperaturen viele Abnehmer.

„Mut machen“ wollte die Grundschule Dürerstraße ihren Abc-Schützen. „Trau Dich“, forderten Viertklässler singend und spielend auf. Auch lernten die „Neuen“ ein Mäuse-Alphabet kennen, bevor sie mit ihren Klassenlehrern in ihre Unterrichtsräume einzogen.

In originelle Verkleidungen waren Zweitklässler der Grundschule Lange Straße geschlüpft: Sie stellten spielerisch dar, was alles in der Schule gebraucht wird und kamen als Radiergummi, als Schere oder Lesebuch auf die Bühne. Andere Kinder fanden in einem Singspiel als „Buntstiftmännchen“ die ungeteilte Aufmerksamkeit der vielen Zuschauer.

Bilder von den Einschulungen in Ganderkesee, Heide und Habbrügge unter www.NWZonline.de/fotogalerie-landkreis

311 Abc-Schützen

in sechs Schulen

Die meisten Abc-Schützen

hat die Grundschule Bookholzberg: 74 Kinder bilden hier drei Klassen, dazu kommt die Sprachheilklasse mit 13 Kindern. In der Grundschule Lange Straße gibt es laut Gemeindeverwaltung 64 „Neue“ (drei Klassen), in der Grundschule Dürerstraße 60 (drei Klassen), in Heide 54 (zwei Klassen) und in Schierbrok 33 (zwei Klassen). Die Mini-Grundschule in Habbrügge begrüßte am Sonnabend 13 Erstklässler.

Insgesamt

wurden 311 Kinder eingeschult. Im Vorjahr waren es 329.

311 Abc-Schützen

in sechs Schulen

Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Kommentar
Der ehemalige US-Präsident Donald Trump verlässt den Gerichtsaal des Strafgerichts in Manhattan

URTEIL GEGEN DONALD TRUMP Ein vorbestrafter Präsident?

Fridemann Diederichs Büro Berlin
Die Unfallstelle: Am Bahnübergang Liethe erinnerten ein Holzkreuz und Grablichter an das tragische Unglück, bei dem ein 52-jähriger Rasteder ums Leben kam.

NACH TÖDLICHEM BAHNUNFALL IN RASTEDE Anklage erhoben gegen Bahnsicherungsposten

Frank Jacob
Rastede
Klaus-Peter Wolf

KOLUMNE Romanfigur Rupert rettet Leben

Klaus-Peter Wolf
Ostfriesland
Auf dem früheren Real-Gelände in Norden soll ein Edeka-Markt entstehen. Dafür wird das frühere Real-Gebäude zum Teil abgerissen.

BEBAUUNGSPLAN IN ABSTIMMUNG Edeka-Neubau in Norden verzögert sich erneut um Monate

Aike Sebastian Ruhr
Norden
Völlig zerstört: Die Aufnahme aus dem Jahr 1986 zeigt die   St. Georgen Kirche, dahinter die Wallgärten (Kuhweide)- und die Wohnblöcke vom Friedenshof .

KIRCHE ST. GEORGEN VOR ABRISS GERETTET Oldenburg und das Wunder von Wismar

Thomas Husmann
Oldenburg