GANDERKESEE - „Abschied aus dem Schlaraffenland“ – so das Motto der Entlassfeier – nahmen Donnerstagvormittag 22 Jugendliche der Schule am Habbrügger Weg, elf der Zehntklässler mit einem Hauptschulabschluss. Für drei der Absolventen führt der Weg von der Förderschule direkt in eine Lehrstelle, andere wechseln auf die Berufsschule.

Schulleiter Werner Köhler verzichtete in diesem Jahr auf eine lange Rede. Das überließ er lieber Pink Floyd. „Ihr habt uns oft gesagt: ,Hört auf, an uns herum zu erziehen, wir machen das schon.‘ Heute ist die Zeit, da hören wir auf euch“, kündigte er seine Version von „Another Brick in the Wall“ an. Die Schüler entließ er mit der Gewissheit, dass sie „ein Stein in der wachsenden Mauer unserer Schulgeschichte“ werden – „vielleicht auch ein Edelstein“.

Landesschuldirektor Klaus Kapell rief die Schüler dazu auf, „ihren Weg in einer schwierigen Welt zu finden“. Zugleich mahnte er, bei aller Freude über die gewonnene Selbstständigkeit, auch künftig Rat und Tat in Anspruch zu nehmen.

Dass die Schüler „es gebacken kriegen“, davon zeigten sich die Klassenlehrer Stefan Ploch und Maria Hackmann beim Bankett an der mit Kerzenleuchtern gedeckten Tafel im Schlaraffenland überzeugt. Sie tischten den Absolventen vor der Zeugnisausgabe ihre Einschätzungen, Erinnerungen an die Schulzeit und einen Blick nach vorn auf.

Elternvertreter William Werk band in sein Grußwort auch die Eltern und Erziehungsberechtigten mit ein: „Die werden begreifen müssen, dass ihr junge Persönlichkeiten seid. Und dass eure Vorstellungen nicht immer kompatibel sind, mit ihren.“ In fünf bis zehn Jahren könnten „die Schüler genauer betrachten, was ihnen die Zeit im Schlaraffenland wert war“.