GANDERKESEE - Kann Luft etwas tragen oder anheben? Braucht warme Luft mehr Platz als kalte? – Die zukünftigen Schulanfänger aus dem Kindergarten „Kleine Wolke“ konnten solchen Fragen am Dienstagvormittag nachgehen. Denn die Zweitklässler der Grundschule Dürerstraße hatten für ihren Besuch einige Versuche zum Thema Luft vorbereitet und an den Experimentiertagen präsentiert.

„Es gibt sechs Stationen, die die Kinder abwechselnd besuchen“, erklärte Lehrerin Stefanie Murra. „Dort zeigen je zwei Schüler ein Experiment, das sie sich zuvor im Unterricht erarbeitet haben.“

Zum Beispiel führten Lilian und Luca ihren Besuchern aus dem Kindergarten vor, dass man mit einem eingeschalteten Fön einen Tischtennisball in der Luft schweben lassen kann. „Die Luft kann also etwas tragen“, lautete die Antwort, die Ole, Carina, Ilana und Kitty auf ihrem Frageboten ankreuzen konnten.

An einer weiteren Station standen die vier vor der Aufgabe, einen Wattebausch über eine Linie zu bugsieren, ohne ihn mit den Händen zu berühren. „Wie macht ihr das?“, fragten die Schüler. Kräftig pusten war angesagt, um die Wattekugel voranzutreiben.

Praktische Übungen wechselten sich mit Theorie ab: Nachdenken mussten die baldigen Schulanfänger bei folgendem Experiment: Eine leere Flasche, über die die Zweitklässlerin Monika einen Luftballon gestülpt hatte, wurde in eine Schale mit heißem Wasser gestellt. Der Ballon blähte sich plötzlich etwas auf. „Warum ist das so?“, wunderten sich die verdutzten Kinder. Nach und nach kamen sie hinter des Rätsels Lösung: „Die Flasche ist gar nicht leer, da ist Luft drin“, meinte Lilia. „Und warme Luft steigt nach oben“, half Lehrerin Stefanie Murra weiter, „deshalb dehnt sie sich in den Ballon aus.“

Hatten die Teilnehmer alle Fragen an den Stationen richtig beantwortet, ergab sich das Lösungswort „Ballon“. Die Experimente ließen sich leicht für die Fünf- bis Sechsjährigen nachvollziehen, was vor allem am Aufbau der Versuche und an den guten Erklärungen der Schüler lag. Immer wieder forderten sie die Jüngeren auf, selbst Hand anzulegen, um so zu erfahren, was Luft alles bewegen kann.

„Die Schüler freuen sich auch, wenn sie ihr Wissen an andere weiter geben können“, sagte Murra. Die Experimentiertage fanden von Montag bis Mittwoch in der Schule statt.