GANDERKESEE - Als der Abi-Jahrgang ’83 des Ganderkeseer Gymnasiums am Freitagabend die Sektgläser klirren ließ, da gab es nicht nur für die Ex-Schüler, sondern auch für die Schule einen guten Grund zum Feiern. Denn: Ziemlich genau vor 25 Jahren waren am Steinacker die ersten Abiturs-Zeugnisse ausgehändigt worden. 49 Stück, um genau zu sein.

Hayo Hemjeoltmanns und Sabine Schmeisser hatten den Abend organisiert, der – anders als übliche Klassentreffen – in der Cafeteria des Gymnasiums stattfand. Die allerdings sehe heute ganz anders aus als vor 25 Jahren: Da, wo jetzt große Fensterscheiben zum Wintergarten für Helligkeit sorgen, hätten damals noch orangefarbene Schließfach-Reihen den Charme der 70er Jahre versprüht, erinnerte sich Hemjeoltmanns.

Ob die Lehrer seinerzeit streng waren? Hemjeoltmanns schüttelte den Kopf: „Hier war Aufbruchstimmung.“ Erst sei in Ganderkesee das Gymnasium aufgebaut worden, dann ab 1980 die Sekundarstufe II. Angesichts des neuen Punktesystems sei manch ein Lehrer eher etwas unsicher gewesen.

Die Organisatoren hatten lediglich bei zwei früheren Mitschülern die Adresse nicht herausfinden können, alle anderen wurden eingeladen. Knapp 30 kamen – darunter auch Michael Maske, der heute in Kanada lebt und eigens für das Treffen in den Flieger gestiegen war. Darüber hinaus waren auch etwa zehn Lehrer gekommen.

Mit „ein bisschen Blues“ unterhielten die Pädagogen Ulrich Tepelmann, Jürgen Beier und Friedrich Behnsen die Jubilare. Schulleiterin Dr. Renate Richter hatte für die Feier in alten Unterlagen gekramt und zum Beispiel die Abi-Zeitung mitgebracht.

Bürgermeisterin Alice Gerken-Klaas, die nicht kommen konnte, erinnerte in einem Brief an die Zeit vor 25 Jahren, als auch sie selbst ihr Abi „gebaut“ hatte. Damals hätten Schüler sich noch mit DDR und UdSSR befasst – „und wir konnten noch ohne Handys kommunizieren“.