GANDERKESEE - Auch über den Vandalismus an Schulen wurde gesprochen. Gezielt will man jetzt Jugendliche ansprechen.
Von Christian Bartsch
Über die Vor- und Nachteile von einheitlicher Schulkleidung diskutierten am Dienstagnachmittag die Mitglieder des Jugendparlaments der Gemeinde Ganderkesee. Nicht zuletzt Bürgermeisterin Alice Gerken-Klaas, die an der Sitzung teilnahm, hatte die Jugendlichen um ein Meinungsbild gebeten. Zuvor berichtete Tobias Sinning, Gemeindeschülerratsvertreter von der Realschule Bookholzberg, über die an seiner Schule gesammelten Bedenken und befürwortenden Stellungnahmen. Letztlich, so ergab die Diskussion, lehnten zwei Drittel der Jugendparlamentsmitglieder eine einheitliche Schulkleidung ab („zu langweilig und eintönig“, „will mir nicht vorschreiben lassen, was ich anziehe“), während ein Drittel dies als gute Idee ansah („so könnte man sich besser mit seiner Schule identifizieren“). In der kommenden Woche soll das Thema – einst von der UWG ins Spiel gebracht – erneut auf der Tagesordnung des Gemeindeausschusses für Schulen, Jugend und Sport stehen.
Gesprochen wurde auch über die in den vergangenen Wochen laufende Vandalismus-Debatte: „Wir werden gezielt Jugendliche auf dem Schulhof ansprechen, ob sie sich an einem unserer Projekte beteiligen wollen“, kündigte Solveig Backhaus, Vorsitzende des Jugendparlamentes an. Geplant sei beispielsweise der Bau von Grillplätzen, die dann auch für Jugendliche zur Verfügung stünden. Das Problem auf den Schulhöfen war den Jugendparlaments-Mitgliedern gut bekannt. Sie zeigten sich jedoch skeptisch darüber, ob sich generell etwas verändern lässt: „Man kann das kaum verhindern.“
Die Bürgermeisterin bat trotzdem um Hilfe: „Wir wollen uns nicht vor den Entscheidungen drücken – aber eure Meinung zu hören ist wichtig, weil ihr euch mit dem Problem auskennt.“
