GANDERKESEE - „Steinschule“ – so wurde in Ganderkesee früher die Schule genannt, die sich an der Bergedorfer Straße vis-`-vis der Polizei befand. Das Gebäude gibt es schon lange nicht mehr, wohl aber viele Erinnerungen an das Schulleben. Einige davon werden am Sonnabend, 14. Mai, wieder aufleben – beim Klassentreffen des Entlassungsjahres 1966.

1957 war der Jahrgang eingeschult worden, zwei Klassen stark. Die Kinder, so erinnert sich Horst Scherschanski, wurden nach der Wohngegend östlich bzw. westlich der Bahnlinie in die Klassen 1a und 1b aufgeteilt. Schon ein Jahr später mussten die Kinder zur Schule an der Langen Straße übersiedeln, hier wurden die Klassen neu zusammengestellt. Ab Klasse 8 kamen dann die Schüler desselben Jahrgangs aus den umliegenden Bauerschaften Falkenburg, Hengsterholz, Bergedorf, Bookhorn und Holzkamp dazu. So erklärt es sich, dass der Abschlussjahrgang aus etwa 100 Jugendlichen bestand.

Seit dem 1. Klassentreffen 1991 freuen sich alle fünf Jahre 60 bis 90 Ehemalige auf ein Wiedersehen. 1996 hatten sie sich zum Beispiel die (mittlerweile umgebauten) Räume ihres Konfirmandenunterrichtes im ev. Gemeindehaus angesehen, und Kantor Peter Elgeti hatte ihnen eine Kostprobe auf der damals just restaurierten Arp-Schnitger-Orgel gegeben.

In diesem Jahr beginnt das Treffen am Sonnabend, 14. Mai, um 15 Uhr vor der alten Turnhalle am Habbrügger Weg. Dort werden die alten Turnräume besichtigt. Anschließend geht es zum Sportplatz, auf dem im Sommer der Turnunterricht und das Sportfest stattfanden.

„Im Winter wurde vom Sportplatzberg gerodelt“, erinnert sich Scherschanski. Der Sportplatz sei für Kinder der näheren Umgebung ein idealer Spielplatz gewesen. „Man konnte auf Bäume klettern, Fußball spielen und sich mit Freunden treffen.“

Gegen 17 Uhr geht es dann im Schützenhof am Habbrügger Weg weiter, hier wird in geselliger Runde aus der Schule geplaudert. Die Vorbereitung des Treffens hat ein Team übernommen, Cheforganisator ist Harald Segelhorst.