GANDERKESEE - „Ein ansehnlicher Betrag.“ – Hans-H. Hubmann strahlte Zufriedenheit aus, als er am Dienstag das Ergebnis der jüngsten Haussammlung für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge in der Gemeinde Ganderkesee erfuhr. Südlich der Autobahn hatten 44 Soldaten der Logistik Brigade 1 aus Delmenhorst 2950 Euro zusammengetragen, nördlich der A 28 waren 22 Neuntklässler der Realschule Bookholzberg auf 1312,97 Euro gekommen. Damit war das Vorjahresergebnis (insgesamt 3160 Euro) deutlich übertroffen worden.
Wie üblich, hatte Hubmann, Vorsitzender der Volksbund-Ortsgruppe Ganderkesee, die Organisatoren sowie einige besonders fleißige Sammler zu Kaffee und Kuchen in den Oldenburger Hof eingeladen – auch, um von Reaktionen aus der Bevölkerung zu erfahren. So berichtete die Realschülerin Tahnee Plorin von meist angenehmen Gesprächen an den Haustüren. Vielleicht habe das auch daran gelegen, dass sie und Elina Jäger sowie Claudia und Kerstin Schulte (gesammelt wurde in Zweiergruppen) viele ältere Menschen angetroffen hätten, die den Krieg selbst miterlebt hatten. Ganz überwiegend positiv fiel auch die Bilanz des Standortältesten, Oberst Gerd-Christian Schramek, sowie der Stabsfeldwebel Hayo Hemjeoltmanns und Bernd Butgereit sowie des Hauptfeldwebels Barteld Neeßen aus.
Ein Hauptanliegen des Volksbundes sei neben der Pflege der Soldatengräber in Europa das Auffinden der immer noch etwa eine Million vermissten deutschen Soldaten in den Staaten der früheren Sowjetunion, so Hubmann. „Wir haben die Verpflichtung, dass sie ein ehrendes Andenken bekommen.“
